Samstag, Juni 16, 2007

Idle 1 und der U-Turn

Amerikaner und Europäer haben unterschiedliche Ansichten über Idle1. Wir in Europa assozieren damit eher den konventionellen Rundflug, die Amerikaner schon 3D. So weisen die Originaldokumente von Thundertiger für Idle1 schon eine U-Förmige Gaskurve auf, währenddem man in Europa normalerweise eine angepasste Normalkurve nutzt, die gegen Standgas hin flacher verläuft als beim Normalsetup. Dank diesem Hinweis eines Vereinskollegen passte ich die Gaskurve wieder so an, dass bei Normal und Idle 1 das Schweben in Knüppelmittenposition möglich ist und nicht, typisch 3D, bei ca. 2/3 des Weges. Beim U-Turn wies mich derselbe Kollege darauf hin, dass:
  1. Ich (wieder) zu nahe bei mir diese Figur fliege
  2. Vergessen hatte, gegen den Wind zu fliegen
  3. Ich viel mehr Anlauf holen muss
  4. Vorallem Pitch schon vor dem Aufsteigen zu reduzieren
  5. Sanft den Bogen zu machen

Dies führte zu wirklich schönen, hohen und sanft geflogenen U-Turns. Das ganze kann ich noch ausfeilen, sicherlich. Einmal gelangte der Heli fast kopfüber. Ich kann mir vorstellen, dass wenn man versteht, wie ein U-Turn zu fliegen ist (und die zugrunde liegenden physikalischen Eigenschaften) der Loop nicht allzuweit entfernt ist.

Nebenbei schaffte ich noch zwei Rekorde:

  1. Ich war noch nie so weit in meinem Gesichtsfeld mit dem Heli unterwegs, und das betrifft alle drei Achsen (Höhe, Breite, Tiefe)
  2. Ich wendete den Hubschrauber im Kreis hoch oben gegen Uhrzeigersinn von mir weg (unter Druck kann ich anscheinend gute Resultate erzielen)

Beim letzten U-Turn stellte ich einen rapiden Leistungsabfall beim Gasgeben fest. Dachte mir, der Motor sei zu warm und damit wohl zu mager, nach der unmittelbaren Landung sah ich dann, dass der Tank leer war. Glück gehabt. Ansonsten brachten meine Modifikationen des Gassteuerweges wirklich den gewünschten Effekt: Die Drehzahl des Motors bleibt auch beim plötzlichen Gasgeben hörbar konstant.

Nächste Woche wird neben den 3D Übungen das Kreisdrehen wiederholt. Und, wenn der Spassfaktor da ist, versuche ich mal eine Acht rückwärts zu fliegen. Solche Übungen sind ungewohnt, helfen mir aber immer wieder weiter.

Dienstag, Juni 05, 2007

Setup T-Rex 600 und Raptor 30 - Unerwartet, aber da

Auf dem Platz war es windig am morgen. Der T-Rex musste ich unüblicherweise zweimal aus einer kritischen Situation retten; beim Querschweben verlor ich kurz die Konzentration und prompt musste ich mit 'Pitch rein und stossen' eine der goldenen Flugregeln anwenden, um den Heli zu retten. Das gleich bei der Kreisfigur, wo der Wind von oben hinten den T-Rex gegen den Boden drückte und ich wiederum voll Pitch gab und den Rollheben nach vorne drückte. Nochmals gerettet. Dann das erst richtige technische Problem: Entweder kam es von der spontanen Entladung beim zusammenstecken oder es floss unerwarteterweise ein hoher Strom während des Betriebs. Die plastische Verformung des Motorreglersanschluss konnte ich nur mit dem durchtrennen der beiden Kabel entgegenwirken. Die Plastikgehäuse der Stecker und Buches sind wirklich miteinander verschweisst. Jetzt heisst es neue Buchsen und Stecker organisieren. War schon ein bisschen gefrustet. Dafür flog der T-Rex wieder hammermässig. Allerdings, obwohl die F3C Newcomer Figur 'Landeanflug' sehr gut ging, vermisse ich beim T-Rex das knallige herunterkommen wie beim Raptor. Liegt daran, dasss ich sowohl im Normalmodus als auch in Idle-1 nur 0 Grad Negativpitch eingestellt habe. Für Idle-1 wären aber mindestens -4 Grad nach Anleitung empfohlen. Muss ich noch korrigieren. Beim Raptor wiederum hatte ich durch die Modifikationen im Throttelbereich (schnelleres Servo, andere Anlenkung des Vergasers) mit zu hohem Standgas zu kämpfen. Idle-1 dreht mir zu hoch und dadurch sind natürlich durch den Gegendrehmoment die Trimmeinstellungen für den Kreisel neu einzustellen. Viel Arbeit. Einiges konnte ich auf dem Feld machen, anderes erst Zuhause. Jetzt ist die Anlenkung des Vergasers so gut, dass ich keinen Drehzahleinbruch bei vollem Pitch aus dem Schweben heraus feststellen kann. Der Typ der Gasansteuerung habe ich von der Webseite http://www.raptortechnique.com entnommen. Zuhause kann ich den Heli nicht solange steigen lassen wie auf dem Flugplatz, vielleicht kann ich ihn sogar noch ein bisschen fetter einstellen ohne das der Einbruch beim vollem Pitch einhergeht. Wenn es mit nur 5.5% Nitroanteil schon so gut klappt, wie verhält sich das ganze mit 10%-igem Nitroanteil? Da bin ich dann gespannt.

Sonntag, Juni 03, 2007

Beginn der Nachfolgerevaluation Raptor 30

Auf die Saison 2008 werde ich wahrscheinlich den Raptor 30 verkaufen und einen anderen Modellhubschrauber anschaffen. Wenn der Raptor 30 V2 bis dann noch im Schuss ist, hat vielleicht ein Helifluganfänger Spass an dem Teil. Mögliche Kandidaten für die Nachfolge wären: Thundertiger Raptor 50 Titan Wäre der logische Nachfolger vom Raptor 30 V2 eine Nummer grösser, die Eingewöhnungszeit wahrscheinlich sehr gering. Align T-Rex 600 Nitro Kaum zu glauben, dass ein Elektrohelihersteller eine Nitrovariante ausgibt. Mit der Elektrovariante hat er einiges gemeinsam, wennschon auch verschiedene Modifikationen eingeflossen sind wie beispielsweise die Heckrotoransteuerung mittels Kardangetriebe. Ist unter den Evaluationskandidaten die teuerste Version. Die Eingewöhnungszeit dürfte wie beim Raptor 50 Titan gering sein aufgrund meiner Erfahrung mit seinem Elektrobruder. BizModel Style 50 SE Deluxe Kritiker sagen es handle sich um eine Kopie des Raptorskonzeptes zu einem sensationell günstigen Preis. Ein anderer Rotorkopf gegenüber dem Raptor dürfte den Hauptunterschied ausmachen. Manche bemängeln allerdings auch die schlechtere Verarbeitung. Hirobo Sceadu Evo 50 Kenne ich noch nicht so genau, wäre ich eine Frau würde ich sagen, das Design gefiele mir. JR Airskipper 50 JR ist für mich wie Align der Edelheli, obwohl er preislich durchaus mithalten kann. Ansonsten weiss ich nicht allzuviel über die Marke, ausser dass bei der letzten F3C Austragung in der Schweiz viele dieses Modell flogen. Für die Motorisierung würde ich mich erstmals für einen Herstellerunabhängigen entscheiden, der O.S 50 SZ Hyper soll sehr gut sein, könnte mir aber auch einen Webramotor vorstellen. Ebenso zeigt die Erfahrung am Raptor 30, dass die Motorkonstruktion nicht auf den Betrieb von nur 5,5 Prozent Nitro ausgelegt ist. Dazu müsste ich auslasseitig mit einem Resonanzkörper arbeiten, was wiederum viel Wissen abverlangt. Ein 90-er Heli ist mir von den Dimensionen und Kosten noch eine Nummer zu gross. Die 50-er stellen für mich heute das beste Preis- / Leistungsverhältnis dar, was auch die grosse Dichte an Modellen, sei es Elektro oder Verbrenner, wiederspiegelt.

Sonntag, Mai 27, 2007

Minicopter - Walkera Dragonfly und Gaui EP100 Pro

Seit ein paar Wochen versuche ich die auftretenden Vibrationen am Walkera Dragonfly 52 zu beseitigen. Jetzt bleiben nur noch die Hauptrotorblätter als Corpus delicti übrig, habe aber keine Ersatzblätter mehr. Unabhängig davon, hoffe ich jedenfalls, bringt der Motor die benötigten Drehzahlen nicht mehr. Mit einem Speisegerät erreichte ich die nötigen Drehzahlen. Beim Li-Po bricht aber die Drehzahl sofort ein. Nachdem schon der Motor mal hinüber war und beim ersten Walkera der Receiver plus Servo wundert mich nichts mehr. Sieht aus, dass die zwei, drei leichten Abstürze den Heli mehr beschädigt haben als ich angenommen hatte. Einen weiteren Walkera werde ich mir nicht mehr antun, sondern einen vollwertigen Minicopter evaluieren, beispielsweise den Gaui EP 100 Pro, der schon ab $199 (ohne Komponenten) kaufen kann. Kombos mit Elektronik sah ich für $279. Ja, ich denke ich kann mit den kleinen Dingern umgehen und deshalb brauche ich nun was, was ich mit meiner bestehenden Fernsteuerung bedienen kann.

Freitag, Mai 25, 2007

T-Rex 600 holt gegenüber dem Raptor 30 auf

Herrliches Wetter zum Fliegen, nur eine Person auf dem Flugplatz. Morgen Mittag balgen sie sich dann wieder um Flyslots :). War ein bisschen müde vom arbeiten, einen geflogenen Kreis mit dem Raptor geriet förmlich ins Stocken. Landen und sich um den Kyosho Heli des Kollegen kümmern, der partout nicht fliegen will. Verschiedene Einstellungen stimmen (immer) noch nicht überein und bedürfen einer genauen Abklärung. Nach diesem Intermezzo startete der T-Rex 600 auf dem Platz. Letztes Mal war ich mit ihm unsicher im Flug, heute passte es. Der erste U-Turn gelang nicht richtig, der Puls stieg dafür so an, dass ich kurz den Heli zwischenlanden musste. Die nachfolgenden U-Turns wurden von mir sicherer geflogen. Noch nicht so gut wie mit dem Raptor, dass hätte mich auch erstaunt. Denoch, dieselben F3C Newcomer Flugfiguren wie mit dem Raptor flog der T-Rex auch. Komischerweise ist er beim Präzisionsvorwärts- und Rückwärtsflug ein bisschen kippeliger als der Raptor. Der Zielsinkflug ist bedeutend langsamer als beim Raptor 30, denke es liegt an den (hoffentlich) unterschiedlichen Negativpitcheinstellungen. Geradeausflug empfinde ich beim T-Rex 600 auch kippeliger als beim Raptor 30. Kann aber alles damit zusammenhängen, dass ich noch nicht die richtigen Vorwärtsgeschwindigkeiten für die Figuren gefunden habe. Der neue Motor des Raptors ist soweit eingelaufen, jedes mal empfinde ich ihn ein Stückchen spritziger. Temperatur mit U-Turns um die 150 Grad. Den Versuch mit anderem Sprit aber gleicher Zusammenstellung der Komponenten werde ich definitiv mal machen. Bei 150 Grad verfärbt sich das Öl bräunlich was auf verbranntes Öl hindeutet. Die Kühlfunktion des Öl ist damit beeinträchtig. Ich muss also unter 150 Grad bleiben.

Mittwoch, Mai 23, 2007

Nitro forever? Oder wieso ein Elektrohubschrauberhersteller eine Nitrovariante ausgibt

In diversen Onlineforen wurde über eine Nitroversion des Align T-Rex 600 gesprochen. Zuerst achtete ich mich nicht so richtig auf das, was dort geschrieben wurde, dann dachte ich mir, es handle sich dabei um eine Variante, die nicht offiziell ist sondern von einem Importeur oder Händler in Eigenregie angeboten wird. Mitnichten. Align hat eine Nitrovariante ihres Elektromodellhubschraubers T-Rex 600 herausgegeben, mit zwei verschiedenen Lackierungen. Und clever abgeschaut. So wundert es einem nicht, wenn die Servos ausserhalb des Spuckkreises des Auspuffes montiert werden. Oder eine Batterieschale für die Empfängerbatterie vorgesehen ist. Der Preis ist etwa gleich teuer wie ein Elektro-Combokit. Ich hätte da einen etwas niedrigeren Preis erwartet, zumal auch noch der Motor inklusive Auspuff dazugehört. Dürfte mit einem OS 50-er Motor um die 750$ zu stehen kommen. Angesichts dessen, dass statt Heckriemenantrieb nun eine Starrwelle zum Zuge kommt, der Heckrotor und andere Dinge modifiziert wurden (ist bei den Elektrovariante als Upgrade erhältlich) plus sonst hoffentlich diese Variante sämtliche positiven (Flug-)eigenschaften der Elektrovariante geerbt hat, so geht der Preis in Ordnung. Für mich ist dieses Modell einen Kandidat für die Evaluation eines 50-er Helis, die ich im Herbst beginne. Neben dem Align ist der Raptor 50 Titanium auch ein Auswahlkandidat und ich liebäugle mit einem JR Modell, aber habe mich dort noch nicht richtig informiert.

Dienstag, Mai 22, 2007

Abstürze en masse

Manchmal da stimmt es einfach nicht. Heute auf dem Flugplatz konnte ich drei Fliegerabstürze erleben, etwas aussergewöhnliches für unter der Woche. Normalerweise finden solche Happenings stets Samstagnachmittags vor versammelten Publikum statt. Wie letzten Samstag als ein Mikado sich verabschiedete. Aber unter der Woche? Bei zweien bin ich mir sicher, dass es sich um neue Modelle handelte, die jedoch schon Flugstunden auf den Flügeln hatten. Das dritte Modell habe ich noch nie gesehen, weiss aber nicht, ob es sich dabei auch um ein neues Flugmodell handelt. Hoffe die Reparatur ist bei den Teilen möglich. Wäre schade, zwei von den drei gefallen mir vom Aussehen sehr. Und bevor wieder Gerüchte aufkommen; ein klares Nein.

Thundertiger Raptor 30 V2 fliegt immer besser

Also nochmals von vorne bezüglich Motoreneinstellung. Sämtliche Werte linearisieren, keine Gaskurve, keine Pitchkurve. Motor so fett einstellen, dass er im Leerlauf viertaktert. Habe viele Internetseiten durchgestöbert zu diesem Thema, allerdings gefiel mir http://www.raptortechnique.com am besten. Der Autor hat viele Themen aufgelistet und bietet gute Starthilfen. Der Motor läuft im unteren Teillastbereich sicher zu fett, die Teillastdüse ist auf 2 3/4 Umdrehungen eingestellt, die Vollastdüse dagegen auf 2 1/4. Was auf deutschen Foren meist nicht richtig erwähnt wird: Die Vollastdüse beinflusst auch die Teillastdüse. Die Vollastdüse steuert nämlich den Benzinzufluss. Auch dies wurde mir sehr detailiert mit Bilder auf der oben erwähnten Webseite erläutert. Nach nun etwa fünf Liter (ca. 10 Tanks) merkt man, dass der Motor weicher und ruhiger läuft, die Resonanzvibration kriegt man nicht weg, aber unter- und oberhalb ist das Teil ruhig. Ich muss bei der nächsten Gelegenheit noch den Rotorspeed beim schweben messen, er ist sicher höher als Samstags, was vielleicht am Temperaturunterschied von 10 Grad liegen kann oder daran, dass der Motor nun besser läuft. Die gemessene Temperatur beim schweben am Zylinder beträgt maximal 140 Grad bei 5% Nitro, 77% Methanol und 17% Öl. Der Ausstoss ist über 140 Grad schon leicht bräunlich, was auf verbranntes Öl hinweist. Verbranntes Öl aber kann keine Wärme mehr abführen. Solange der Ausstoss weiss und dicht ist, kann das Öl die Wärme abtransportieren. Trotzdem will ich mal Coolpower 5% kaufen und ausprobieren, ob dieser Hersteller die Wärme besser abtransportiert als die Heimmarke Hope Synth 10, die ich verwende.

Mittwoch, Mai 09, 2007

Thundertiger Raptor 30 V2 fliegt wieder

Der Raptor fliegt wieder. Ich mag mich allerdings täuschen, aber mir scheinen die Vibrationen kurz vor dem abheben doch ein bisschen heftig. Sicher trägt dazu die grössere Masse der neuen Rotorblätter bei, es könnte jedoch auch woanders liegen. Ich montiere morgen ein paar frische Sätze Hauptrotorblätter und beobachte nochmals das ganze. Auch konnte ich den Spurlauf nicht 100% als übereinstimmend identifizieren, ein schwarzes und weisses Klebeband weissen keine gute Kontraste auf. Das Weisse habe ich durch ein Rotes ersetzt. Die Hilfspaddel fluchteten auch nicht, auch diese Einstellung habe ich auf dem Trockenen nachjustiert. Ein bisschen weniger Vibrationen hatte ich mir nach dem Motorenwechsel nun doch erhofft.

Dienstag, Mai 08, 2007

Jetzt kann wieder das trockene Wetter kommen

Heute habe ich den Ersatzmotor für den Thundertiger Raptor 30 V2 bekommen und mechanisch eingebaut. Gestartet habe ich ihn nicht mehr, es war schon zu spät und ausserdem zu nass draussen. Alle drei Helis sind startklar. Das heutige Wetter wäre ohne Regen klasse gewesen zum fliegen: Wolkig und windig. Verhältnisse, die ich für Nahkampfübungen liebe. Vielleicht wird es morgen was. Heute sass ich wieder mal am Simulator und probierte neue Flugfiguren, die mir durchaus besser gelangen als erwartet. Ich muss nun aber die neuen Rotorblätterdaten noch im Simulator eingeben, der geht immer noch von meinen Holzrotorblättern aus. Vielleicht klappt es morgen kurz für eine Stunde den Motor einzustellen, immerhin verrät Wetter.com, dass es zu einem trockenen Donnerstag kommt, um dann wieder Regen einfliessen zu lassen, der aber am Samstagnachmittag wieder nachlässt. Die prognostizierten Windstärken liegen am Donnerstag bei 17 - 28km/h mit Böen bis zu 50km/h. Ist dann doch ein bisschen viel selbst für mich. Aber sehen wir mal. Die Rasenpistegräser sind sicher enorm gesprossen und keiner konnte Mähen. Das wird sicher lustig für die Flächenflieger, die Samstags auf der Piste starten. Der eine oder andere könnte mit hohen Grässern Mühe bekommen. Dafür bremst es dann besser bei der Landung.

Samstag, Mai 05, 2007

Qualität und Ersatzteile der Hersteller

Der Motor 39 Pro H für den Raptor V2 ist unterwegs zu mir inklusive neuem, leistungsfähigerem Lüfterrad. Der Händler ist Helikraft. Zufälligerweise stiess ich auf diesen Internetshop, als ich meine Favoriten nach ThunderTiger Ersatzteillieferanten durchsuchte. Im Gegensatz zum Walkera Dragonfly 52 sind Qualitätsdefekte beim Raptor bislang ausgeblieben. Beim ersten Dragonfly 52 stieg der Empfänger und ein Servo aus, beim zweiten bereits schon der Hauptmotor. Ich muss aber zugestehen, dass ich nicht nachweisen kann, ob der defekte Motor der Grund für den Absturz war oder die Folge davon. So oder so, entweder bin ich für diesen Hersteller nicht der Klientel, oder diese Helis sind wirklich nur knapp zu schweben kreiert worden. So bleibe ich bei meiner Aussage von dazumals und vielleicht gibt es im nächsten Winter zwei Heliprojekte.

Dienstag, Mai 01, 2007

Walkera Dragonfly 52 - Bei Windgeschwindigkeiten von 8km/h

Drei Tage ohne Dragonfly, der Entzug war gross. Akku getankt, auf die Wiese. Hu, strammer Wind. Das Windmessgeräte zeigt zwischen 7 - 12km/h an. An Rundflug ist nicht zu denken, aber gegen den Wind schweben, dass alleine ist eine Herausforderung. Wehe man versucht den Heli zu landen und die Windstärke ändert sich just in diesem Moment. Es können dann sechs Möglichkeiten eintreten: Der Heli geht nach oben ab: Kann man handhaben Der Heli geht nach vorne los: Geht auch noch gut. Der Heli driftet nach links oder rechts ab: Da noch Pitch geben, damit er sich nicht später in den Boden gräbt, ist schon eine kleine Herausforderung. Der Heli driftet über das Heck weg: Definitiv eine Herauforderung, weil man geneigt ist, den Nick auch gegen hinten zu ziehen mit dem Resultat, dass das Heck den Boden berührt und der Heli abstürzt. Die absolute Herausforderung bei Windstärkenänderung im Landeanflug: Der Heli drückt es gegen den Boden. Da hilft meistens nur Beten, weil Pitch rein und stossen als eine der goldenen Flugregeln bei 10cm über den Boden keine Wirkungen mehr zeigen; bis man reagiert, liegt der Heli schon auf der Seite am Boden. Aber sonst hat das kleine Ding totales Suchtpotential. Unterdessen fliege fliege ich das Teil ohne Sendertragriemen. Sieht zwar komisch aus, wenn die Antenne gegen den Boden zeigt, das Steuergefühl ist aber besser als wenn man den Sender waagrecht mittels Riemen fixiert, trägt.

Samstag, April 28, 2007

Walkera Dragonfly 52 Setup

Fernsteuerung
Die Steuerknüppel sind für diese Grösse des Hubschraubers zu tief eingestellt. Daher sollten diese mit dem beiligenden Imbusschlüssel gelöst und soweit wie möglich nach oben gedreht werden. Die Knüppel von Graupnerfernsteuerungen passen auch daran.
Als nächster Schritt kontrolliert man den Schalter rechts oben, er solte auf 'N' stehen. Wenn dies nicht so ist, initialisiert die Fernsteuerung nicht.
Dann kontrolliert man, ob die Fernsteuerung richtig initialisiert. Nachdem acht herkömmliche AA Batterien im Fach eingelegt sind, drückt man den 'Power' Knopf nach oben. Das übergeordnete Helikoptersymbol wechselt daraufhin mehrmals die Farbe und sollte bei der violetten Anzeige stehen bleiben.
Zum Helikopter
Mit einem Tropfen Leim fixiert man folgende Gumminoppen: An der Heckrotorachse und an den zwei Kabinenhaltegestänge (nicht an der Kabine selber, dies erst nachdem man die Kabine gegebenenfalls farbig angemalt hat). Nun schliesst man den Akku an. Weil die Kabel ziemlich lang sind, empfiehlt sich, dieses 180 Grad um das Heckrohr zu fädeln.
Um den Heli in Betrieb zu nehmen, klickt man die Trimmung von Gas / Pitch klein wenig nach unten, um ihn daraufhin wieder in die Normalposition zu schieben. Jetzt sollte der Hauptrotor anfangen zu drehen, wenn der Pitchhebel angehoben wird. Man kann jetzt noch den Spurlauf der Hauptrotorblätter kontrollieren und mit an den kleinen Gestängen zwischen Hauptrotorhalter und Hilfsrotorhalter justieren. Nun ist alles bereit für den ersten Flug.
Doch noch was fehlt:
Es empfiehlt sich dringend das Übungsgestell zu montieren und auf weicher Unterlagen mit viel (Flug-)raum die ersten Versuche zu absolvieren.
Flugtipps
Wenn sich die Hauptrotorenblätter drehen, mögen die Heckrotorblätter stehen bleiben. Wenn der Hubschrauber dann leichter wird, schaltet sich der Heckrotormotor ein. Aus Erfahrung empfehle ich zügig den Heli anzuheben. Ich lande immer gut, indem ich in den Schwebeflug 3cm über Boden verharre und danach einfach den Pitch schnell rausnehme. Das Landegestell verkraftet das soweit gut. In der Luft sollte das Heck freilich beim hantieren mit dem Pitch immer gleich ausgerichtet sein, ansonsten verstellt man nicht zwingend die Gyrosensitivität, sondern den Revomix. Dieser mischt einen (statischen) Anteil vom Hauptrotor in den Heckrotor ein, um eben ein ausscheren des Hecks bei Zu- oder Abnahme zu unterdrücken.
Machmal, gerade bei argen Manövern oder wenn dem Heli der Wind nicht von vorne erfasst, hört man ein unstetiges Ventilatorgeräusch. Dies wird durch den Heckrotor respektive den Gyro verursacht, der den Heckausschlag korrigieren will Nichts beunruhigendes. Wandert der Pitchhebel zusehend gegen Anschlag und der Hubschrauber ist nur noch dort in Schwebezustand zu halten, empfiehlt sich zu landen und den Akku aufzuladen.

Mehrwert, wenn man in der Schweiz Artikel für sein Hobby kauft

Gestern verabschiedete sich mein Motor und ich bestellte in der Verzweiflung bei einem Händler einen neuen, ohne nach den Preis zu fragen. Er hatte ihn nicht an Lager und musste somit von ihm wiederum beim Importeur, so nehme ich an, bestellt werden. Heute morgen rief ich ihn nochmals an, weil ich mir dachte, dass der Motor sicher nicht zwischen hundert und zweihundert Franken kosten würde. Tatsächlich hat der Händler dann noch einen Motor im Lager gefunden, inklusive Preisschild: sFr. 305.-. Das ist etwa die Hälfte des Kaufpreises meines Raptors 30 V2 vor drei Jahren. Das die Ersatzteile immer sehr teuer sind, auch im Ausland im Verhältnis zum Ganzen, ist bekannt. Das mag sich dann ändern, wenn Ressourcen knapp werden. Bis dahin ist es nun mal so. Allerdings stellt sich bei mir die Frage, wie dann der Preisunterschied von sFr. 140.- zu erklären ist, indem ich den Motor übers Internet von einem Händler in Asien inkl. Porto und MWSt. frei Haus innert sieben Tage geliefert bekomme? Der Grund dürfte in der langen'Wertschöpfungskette' liegen: Hersteller, Importeur Europa, Importeur Schweiz, Händler. Und jeder schlägt natürlich seinen Mehrwert drauf. Wenn aber die Teile nicht vor Ort verfügbar sind und auch vom Händler bestellt werden müssen, wo liegt den der Mehrwert? In der Beratung? Bei dieser Modell- und Produktevielfalt? Ich denke es wird für die Händler zunehmend schwieriger, den Mehrwert ihrer Arbeit zu begründen. Es ist klar, dass die Händler eine breite Modellvielfalt haben, weil sie jeden Kunden bedienen wollen und deren Wünsche sind nun mal sehr breit. Andererseits bleibt der Kunde als solchen bestehen, wenn er die Beratung als schlecht empfindet? Wäre da nicht aus Sicht des Händlers weniger mehr?

Freitag, April 27, 2007

Definitiv: Der Motor ist hinüber

Ich bin froh, das übel aller Probleme der vergangenen Monaten eruiert zu haben: Der Motor war es. Heute sprang er nur widerwillig an und tönte so blechern, dass es mich frappant an meine Jugendzeit erinnerte, kurz bevor beim Mofa der Kolben sich in die Zylinderwand festfrass. Sofort stellte ich den Motor ab und fing ihn noch auf dem Platz auseinanderzunehmen. Nach der Wegnahme des Zylinderkopfes bemerkte ich sowohl in dessen Wand als auch am Kolben so kleine, helle Punkte. Es sah so aus, ob mehrere scharfe, kleine Gegenstände dies verursacht hätten. Im Vergasereinlauf zum Motor entdeckte ich die ersten, bis zu zwei Millimeter grosse Metallsplitter. Ich wusste aber immer noch nicht, von wo es stammen könnte. Ein Kollege gab mir den Tip und ich öffnete darauf das Kurbelwellengehäuse, wo es mich fast ansprang: Ein Hauptlager hat sich bis zur Hälfte aufgelöst: Es fehlten Kugeln und die Befestigung. Teile davon waren im Kurbelwellengehäuse überall verteilt. Spuren an der Gehäusewand deuten sogar darauf hin, dass sich Teile davon zwischen dieser und dem Pleuel festgeklemmt hatten.
Die Zündkerzendefekte dürften von solchen Teile stammen, die gegen die Zündkerze geschleudert wurden.
Die starken Vibrationen am Schluss, die wohl an der Unwucht des Motors durch die fehlenden Kugellager herrührten
Das quälende Starten des Motors, wenn sich die abgebrochene Teile irgendwo festklemmten
Die wirkliche Ursache vermute ich am zu hohen Materialverschleiss, hervorgerufen durch die Tatsache, den Raptor mehr als ein Jahr mit viel zu hoher Drehzahl geflogen zu haben.
Ich griff zum Telefon und bestellte einen neuen Motor. Natürlich nicht an Lager. Er sollte aber bis Mittwoch oder Donnerstag im Geschäft sein. Samstags sollte ich an einem Wettbewerb teilnehmen. Das dürfte mit dem Raptor wohl kaum mehr möglich sein, zumal der Motor die ersten Betriebsstunden fett eingestellt und nicht mit höchster Leistung betrieben werden sollte.
Alternative bliebe der T-Rex 600. Wenn ich mehr als eine Woche zum Üben zur Verfügung hätte, würde ich es wagen. So aber scheint mir die Zeit zu kurz zu sein. Irgendwie musste es so kommen, denke ich. Einmal wird es klappen.

Donnerstag, April 26, 2007

Es hört nicht auf: Motorenversagen beim Raptor

Gestern lief es ja ausgezeichnet, ich lobte mich noch dafür. Heute auch bis zum Zeitpunkt wo ich eine Schlaufe in 15m Höhe drehte und mittendrin der Motor zu spotzen anfing. Das Deja-Vu vom vergangenen Freitag noch im Kopf, haute ich den Pitch gegen unten und landete zügig. Just eine Sekunde nach der Landung ging dann nichts mehr. Eine Sichtung ergab, das der Zündkerzenwendel sich an die -wand geschmiegt hatte und so natürlich nicht mehr (genügend) glühte. Natürlich hatte ich am vergangenen Freitag die letzte Zündkerze aufgebraucht. So stiefelte ich los ins nächste Modellgeschäft. Neben Zündkerzen noch ein Paar Hauptrotorblätter, weil ich immer noch nicht vollständig überzeugt bin, dass diese nicht auch noch von letzter Woche in Mitleidenschaft gezogen wurde. Zuhause inspizierte ich den Motor genauer und sah, dass bei der Vergaserverbindung zum Motor ein eingetrocknetes braunes Rinnsal. Ein Test der Klemmmutter und ich merkte, wie sie lose war. Zuletzt kontrollierte ich nochmals die Druckrückführung vom Auspuff, dort waren ganz kleine Sprenkel um den Anschluss verteilt. Es könnte vom gedehnten und auch schon spröden Schlauchanschluss kommen, so kürzte ich diesen und steckte ihn wieder an. Fassen wir mal zusammen: Der Motor drehte nicht mehr genügend schnell hoch, die maximale Leistung war nicht mehr vorhanden, der Sound tönte blechern und es rauchte zuviel. Das Starten des Motors wenn er schon warm war, gestaltete sich als sehr mühsam. Alles Indizien, die darauf hinweisen, dass irgenwas zwischen Tank und Auspuff nicht stimmt. Aber stattdessen drehe ich an der Düsennadel herum. Immer das gleiche. Hoffentlich fezt es wieder morgen.

Mittwoch, April 25, 2007

Merke: Nur abgestimmte und gewartete Flugobjekte machen Spass

Die gestrige Wartung des Helis war der Schritt in die richtige Richtung. Auf dem Platz hatte ich zuerst noch Mühe, bei der Rotorblattabstimmung die Differenz der beiden rotierenden Blätter zu sehen. Danach waren sie schnell richtig eingestellt, Vibrationen weg. Das vermeintlich plötzhliche Pendeln des Helikopters im Schwebeflug um die Hochachse, dass ein bisschen an einen instabilen Kreisel erinnert, könnte von mangelnden Kraftstoffzufuhr stammen: Das Pendeln stellt sich nur bei sehr niedrigem Tankinhalt ein. Ich denke nicht, dass es mit dem leichteren Gewicht des Helis zusammenhängt. Eher noch mit vielleicht ein bisschen untertouriger Drehzahl. Weil die Rotorblätter schwerer sind, sollte ich wahrscheinlich sowieso ein bisschen mehr Gasvorlauf geben und schauen, dass auch im Normalmodus eine konstante Drehzahl an den Rotorblättern zerrt. Die fünf Figuren gingen gut vonstatten, so gut, dass ich nach drei Rundgängen zusammenpackte und zufrieden heimfuhr.

Dienstag, April 24, 2007

Flugfiguren und Fakten zu den Hauptrotorenblättern

Diese und nächste Woche muss ich mein Engagement für das Training steigern. Habe mich für folgende fünf Flugfiguren entschieden: 30m Geradeausflug U-Turn Landung aus 15m Höhe T-Figur Dreieckfigur Die letzten Zweigenannten sind Schwebefiguren, die mir gut gefallen, aber viel Fingerspitzengefühl verlangen. Der Vorbeiflug ist am leichtesten, der U-Turn funktioniert mit den neuen Rotorenblättern bedeutend besser, ich habe aber bei dieser Figur wie bei der Landung aus 15m Höhe noch Mühe, die neue (Sink-)Geschwindigkeit richtig einzuschätzen. Der Fokus liegt damit auf die Schwebefiguren und der Landung. Zu den neuen Rotorblätter kann ich nur wiederholen, was ich schon gesagt habe: Gewaltige Dinger. Sie sind gegenüber den Holzrotorblättern um je 40 Gram schwerer, haben ein gegen aussen auslaufendes Profil, d.h sind so runder und der Durchmesser ist etwa 2mm geringer als bei den Holzblättern. Beim aufstarten auf die Nenndrehzahl merke ich das zusätzliche Gewicht, aber im Schwebe oder Rundflug reagieren sie äussert agil auf sämtliche Befehle. Ausserdem habe ich bei Idle1 die Gaskurve so angepasst, dass diese die Drehzahl einigermassen konstant halten sollte. Für den Schwebeflug wäre das eigentlich auch nötig, denke ich. Was mir ausserhalb den Flugfiguren wieder mehr Mühe macht: Kreise ziehen. Waren diese mit den Holzrotorblätter ziemlich gleichmässig, wakle ich mit den neuen Blättern so durch. Es ist das kippelige Gefühl am Roll und es braucht ein bisschen mehr Geschwindigkeit, ansonsten bleibt der Heli mitten in der Bewegung stehen. Aber das kommt auch noch. Wichtig ist die Regel der kleinen Schritte: Heute das üben, morgen dieses und nicht zuviel auf ein Mal. Abends dann kontrollierte ich aufgrund diverser Erfahrungen (Auswahl hier und hier) den Helikopter und stolperte über einen lockeren Schraubennippel am Auspuff, der für den Überdruck im Tank durch eine Schlauchverbindung sorgt. Nun konnte ich mir das Hochquälen des Motors plus die temporären Leistungsdefizite erklären. Meine Liste mit diesen Punkten hat sich somit bewährt, diese regelmässig zu überprüfen, vorallem wenn das Equipment langsam ins Alter kommt:
  • Auspuffbefestigungen
  • Zündkerze
  • Haupt- und Heckrotorblattbefestigung
  • Servohalterungen
  • Motorbefestigungen
  • Mögliche Risse in den Servokugelhalterungen
  • Genügend Batteriekapazitäten
Freuen tue ich mich auf das Paket von China, das eine Ladung Walkera Dragonflys 52 umfasst. Der Feierabendheli für die Wiese vor dem Haus zum mal kurz fliegen ohne die Nachbarn ringsherum zu beunruhigen. Der Gedanke an einen vollausgewachsenen Heli in diesen Dimensionen geistert bei mir immer noch herum. Wahrscheinlich wird es dann mal Realität. Eher noch als ein Flieger. Obwohl die Erfahrung damit Interessant war, reizt mich das Thema noch nicht sonderlich. Ist auch so, dass ich erfolgreicher Ziele erreichen konnte, indem ich mich auf etwas konzentrierte. Reduce to the max.

Freitag, April 20, 2007

Raptor flugbereit - Und schon wieder ein Zwischenfall

Heute montierte ich die fehlende Mutter für die Ansteuerung des Gaskükens. Zusätzlich kamen neue Hauptrotorblätter der Firma 'Der Blattschmied' dran. Ich habe noch nie von dieser Firma gehört, aber mein Händer empfahl mir diese. Auf dem Modellflugplatz justierte ich den Blattlauf und dann ging für mich die Hölle ab. Diese Hauptrotorblätter, was soll ich sagen. Ich absolvierte den Rundflug meines Lebens. Der Raptor 30 war wie mit neuem Motor. Schnell, kräftig, agil. Brutaler Unterschied zu den Holzblätter. Wahnsinn. Ich muss nicht mehr gross Anlauf nehmen für U-Turns, das Teil marschiert fast von alleine. Wenn ich noch die weichen Heckrotorblätter ersetze, dürfte sich ein völlig neues Steuergefühl einstellen. Aber wo Licht, das Schatten. Mitten im schnellen Rundkurs spotzte der Motor, Abgaswolke versiegte und ich versuchte so gut wie es ging den Heli mit Autorotation runterzubringen. Leider war eine braune Holzkiste im Weg und das Ausweichmanöver kostete zuviel Energie, sodass der Heli einen Meter durchsakte in die Wiese. Defekt: Heckrohr, Hilfsrotorstange und ein Kugelgelenk. Alle anderen Wellen habe ich mit einem Glas und Schiebelehre ausgemessen und keine Unwucht entdeckt. Seit Abends um neun steht der Raptor 30 für weitere höllische Rundflüge bereit. Ich bin gespannt auf morgen.

Donnerstag, April 19, 2007

Ersatzteil unterwegs

Habe soeben erfahren, dass die Ersatzteile für meinen Raptor unterwegs sind und die Preise moderat. Morgen geht es also wieder auf die Piste mit dem Teil. Werde heute noch Carbonrotorblätter kaufen. Es nimmt mich wunder, ob sich dann etwas im Bereich Agilität und Leistung ändert. Wenn ja wäre es super, wenn nein, sieht es wenigstens schön aus.

Dienstag, April 17, 2007

Das Ding mit den Ersatzteilen

Es war ein wunderbarer Samstagnachmittag. Ein ziemlich starker Wind blies um unsere Piste, gute Voraussetzungen für einen wilden Rundflug und Kreiseziehen mit dem Raptor. Reichte sogar für gut gelungene U-Turns, vorausgesetzt man bezieht die Windstärke mit in den Flugstil ein. Seit zwei Wochen betanke ich meinen Raptor 30 V2 für eine Betriebszeit von etwa 12 Minuten, plus 2 Minute Reserve. So schleppe ich nicht unnötig Gewicht herum und nach zwölf Minuten bin ich froh, den Heli abstellen zu können. Diese zwölf Minuten plus Reserve waren an diesem Samstagnachmittag gut bemessen, vibrierte mir doch die Mutter für die Befestigung des Vergaserhebels am Vergaser selber ab und mein Heli war ständig auf Vollgas eingestellt. Nicht vorzustellen, wenn mir das Gas beim heranschweben stehengeblieben wäre. Dann wäre wohl eine unfreiwillige Autorotationsübung angesagt gewesen. Nebenbei erwähnt: Wäre tatsächlich mal wieder angesagt, sowas zu üben. Sonntags schrieb ich per Mail an verschiedene Händler, mit der Bitte, mir doch mitzuteilen, ob sie das Teil an Lager hätten respektive wann sie es mir zuschicken könnten. Heute Dienstag die erste Antwort, Kosten, wohl falsch berechnet für eine Mutter und einen Hebel, satte sFr. 124.-. Für diesen Betrag schickt mir ein amerikanischer Händler das Teil Express zu, und ich habe immer noch weniger bezahlt. Gestern rief ich noch bei einem der Händler an. Natürlich nicht an Lager, muss beim Importeur bezogen werden. Kann ich irgendwie verstehen, wenn nicht bei allen Thundertiger Helimotoren dieses Stück verwendet und sich wahrscheinlich nicht nur bei mir verabschieden würden. Alternativ versuchte ich bei verschiedenen Metall- und Werkzeughändler die Mutter zu kriegen, Fehlanzeige. Wenn die Zollmasse führen, dann nicht unter 6mm. Abschliessend denke ich sind die Helis aus fernöstlicher Fertigung sicher billig, aber wenn man für die Organisation der (teuren) Ersatzteile so viel Zeit aufwendet gibt es für mich nur eine Alternative: Beim Kauf des Helis Kollegen fragen oder aus eigener Erfahrung die Ersatzeile mitbestellen, wie ich es und andere für den T-Rex 600 gemacht haben. Nun heisst es geduldig warten. Brrrr*, und das bei dem Wetter.

Samstag, April 14, 2007

Schrauben locker

Ging mit Fernvideoübertragungsequipment auf den Platz in der Hoffnung, ein paar nette Flugaufnahmen machen zu können. Alsbald ich den Heli startete, war das Bild von Störstreifen durchzogen. Beim demontieren viel die Schraube für die Kamerafixierung ins Gras. Notabende war sie kaum Stecknadelgross. Somit unauffindbar. Danach beim Einbau in einem Flächenflieger funktionierte die Kamera zeitweise nciht, ich nahm sie auseinander und Bingo, Gehäuseschraube weg. Gut, also zurück zum Ursprung: Helifliegen. Bein den diversen Manövern geschah es dann: Die Gasbefestigungsmuttern des Vergasers vibrierte ab. Resultat: Vollgas. Glücklicherweise tanke ich seit ein paar Monaten für maximal 15 Minuten Flugzeit und das Missgeschick viel mir kurz vor Ablauf der Zeit auf. Also landen, warten, bis das letze Methanol aus dem Tank verwertet wurde und dann das das Teil vom Platz tragen. Superschraubentag.

Donnerstag, April 12, 2007

Kreise drehen, kreise drehen

Noch in einer Höhe von drei Meter ziehe ich meine Kreise mit dem Raptor. Linksherum, Rechtsherum, auch der U-Turn ist eigentlich ein Kreis den ich ziehe. Bei diesem Manöver merkt man, dass es nur ein kleiner Motor ist, der wirkt: Vollgas mit Schwung und der U-Turn ist einigermassen von der Steighöhe hübsch anzusehen. Ohne Schwung steigt der Heli kaum drei Meter. Zusätzlich schaffte ich tatsächlich eine Landung aus dem Gegenflug, d.h. Nase gegen einem gerichtet. Ein Heli von Vorne angeschaut sieht wirklich gut aus. Im Vergleich zum T-Rex 600 weist der Raptor 30 weniger Steuerpräzision auf. So wie ich es sehe, liegt es aber kaum an der verschieden Taumelscheibenansteuerung (120 Grad beim T-Rex 600, 90 Grad beim Raptor 30). Eher tippe ich auf die Servos. Graupner / JR 8077D (Digital) auf dem T-Rext 600, die um einen Drittel geringere Stellzeit ausweisen als die montierten Futaba S3001 (Analog). Ebenso weisen die Digitalservos ein grösseres Drehmoment auf bei gleichzeitig geringerem Gewicht. Ich denke die Investitionen von etwa sFr. 35.- pro JR 8077 Servos sind einen Versuch wert.

Samstag, April 07, 2007

Wenn die grosse Klappe bestraft wird

Es wäre ein ganz normaler Flugsamstag gewesen. Morgens dreht ich meine Runden mit dem Raptor, das Kreiseziehen war mir ein Anliegen, aber auch die Figuren für das 'Newcomer' Programm der F3C Schweiz. Nachmittags nochmals auf den Platz. Viel Betrieb war los, und ich übte die U-Turns. Zusätzlich die Ziellandung mit entgegenschwebenden Helikopter. Hier die Distanz zu schätzen ist schwierig. Zwischendrin bemerkte ich drei Kollegen, die ein Lehrer- / Schülerbetrieb mit ihren Fernsteuerungen zu bewerkstelligen versuchten, allerdings fragte ich mich, wieso sie diese Einstellungen für ein Flugmodell (Typ Racal) machten, welches der eine von den dreien perfekt beherrscht. Fünf Minuten später wusste ich es, als man mir die Schülerfernbedienung in die Hand gab und so beiläufig erwähnte, ich solle den Flieger nach dem Start übernehmen. Der Grund war mein Blogeintrag vom 1. April, wo ich behauptete, nun auf Flächenflieger umzusteigen. Während dem 'Fliegertraining' war ich aber froh, zwischendrin mal meine vor Nervosität verschwitzten Finger trockenreiben zu können. Ein Flugobjekt in weiter Entfernung steuern zu können war eine lehrreiche Erfahrung, die ich sicherlich für meine Heliflüge miteinbeziehen kann. Ansonsten verlief der Tag mit erstaunlich vielen Landungen im Acker neben der Piste.

Montag, April 02, 2007

Wieso ich mit einem Benziner fliege

Da gibt es ja den einen oder anderen Spruch gegen solche Lärmverursacher wie ich mit einem Benzin / Methanolmodell. Ich habe auch einen ausgedacht, der meine Einstellung zu den Benziner prägnant wiedergibt:
Only big boys toys making real noise

Sonntag, April 01, 2007

Trotz allem Flächenfliegen versuchen?

Nach meinen letzten Gedanken, sich nicht zusehr in die Breite, sondern auf das Wesentliche zu konzentrieren, möchte ich doch mal einen Versuch machen, mich auf zwei Ziele zu fokussieren: Da wäre das Ziel mit dem Modellheli Ende dieses Jahr in der FAI teilzunehmen und, nebenbei, das Thema Flächenflugmodelle anzugehen. Seit einiger Zeit schaue ich mich nach einem für mich geeignetem Gerät um und ich denke, ich habe das Richtige entdeckt. Die Spannweite gefällt mir, es ist F3A tauglich, kann auch mit Benzin geflogen werden und sieht Top aus. Der Preis finde ich stark in Ordnung. Jetzt muss ich mir natürlich Gedanken über die Motorisierung machen. Elektro oder Nitro? Mal sehen. Auch die Elektronik muss ich mir noch anschauen, da habe ich ja schon mal drei JR 539 ergattern können, die für Seiten- und Höhenruder sicherlich für diese Grösse geeignet wären. Empfänger habe ich noch genügend herumliegen. Als Zeithorizont habe ich mich für den ersten Flug Mitte 2007 gesetzt. Sehen wir mal.

Beobachtungen auf dem Flugfeld - Reduce to the Max

Ist es nicht so, dass gerade jetzt in der Frühjahrszeit viele Modellflieger ihre im Winter hart erarbeitete Arbeiten stolz mit auf das Flugfeld nehmen, um am Modell noch die letzten Abstimmungsarbeiten vorzunehmen? Je besser man sich vorbereitet hat, desto mehr wird man dazu kommen, was man auf dem Flugfeld beabsichtigt zu tun: Zu fliegen. Oder eben nicht. Zuweieln ertappe ich mich selber dabei, sämtliches Trainingsmaterial mitzunehmen, obwohl ich weiss, dass mir die verfügbare Zeit in jeglicher Hinsicht, sei es an Konzentration oder reinen Flugzeit, dafür nicht genügend zur Verfügung steht. Vom Flugfeld verabschiede ich mich dann, ohne überhaupt nur eines der Trainingsmaterialien eingesetzt zu haben. Zu Beginn der SMART Automobile verkaufte Swatch diese Autos mit dem Spruch 'Reduce to the max'. Dieser Spruch liess mich nicht los und ich versuche ihn zu leben. Er heisst übersetzt sich auf das Wesentliche zu beschränken aber mit maximalen Einsatz. Heisst: Bei meinen Trainingsflügen habe ich stets immer nur ein Ziel vor Augen, dass es zu erreichen gilt. Beispielsweise zehn Runden Fliegen im Gegenuhrzeigersinn. Oder Ringe mit den Kufen auflesen, Pylonen verschieben etc. Nebenbei als Auflockerung werde ich natürlich die eine oder andere Sache auch noch machen, aber der Fokus bleibt bei dem einen Ziel. Der Vorteil: Enttäuschungen bleiben weitgehenst aus und man verlässt das Flugfeld mit der Befriedigung, einen Schritt weitergekommen zu sein. Oftmals höre ich von anderen, wie sie doch gerne auch mal so fliegen würden wie die, die es können. Dabei übersehen sie, dass sie sich
  • Nie auf ein Ziel genügend fokussieren
  • Und oder dieses Ziel zu hoch ist
  • Sich stattdessen in die Breite treiben lassen
Ein Modell hier, da eine Einstellung anders, mal eine andere Funke u.a.. Stellen wir uns mal vor, Michael Schumacher hätte sich neben der Karttraining auch noch auf das Motorradrennen konzentriert. Wo wäre er heute? Wie wir feststellen können, haben die, die in ihrem Fach perfekt sind, sich ausschliesslich auf das konzentriert und nichts anderes gemacht. Ein Schumacher kann dank dem nun jeden Wagen schnell bewegen, wahrscheinlich auch ein Motorrad. Die Analogie zum Modellflugsport ist offenslichtlich: Habe ich mit einem Modell alleine einen gewissen Fluglevel erreicht, kann ich andere Modelle ohne grossen (Lern-)Aufwand bewegen. Diese Erfahrung machte ich, als mir vor ein paar Wochen ein Kollege auf dem Flugfeld seine Fernsteuerung für den T-Rex 600 in die Hand drückte: Die Mechanismen des Helikopterfliegens kennend, hatte ich zwar bedenken, dass alles Gut geht, aber die Steuerung des Modells ging wirlich gut vonstatten. (zu Gut, muss ich im Nachhinein sagen und habe das Budget 2008 entsprechend erhöht); Ein Jahr früher wäre es anders herausgekommen. Obwohl auch ich noch nicht der Modellflugpilot bin und hoffentlich nie ausgelernt habe, so denke ich wären einige Anfänger weiter, würden Sie sich auf ein Modell und ein Ziel pro Flug konzentrieren, 'Reduce to the Max'.

Mittwoch, März 28, 2007

Frühlingswetter...

Gestern abend startete ich den T-Rex auf unserer Wiese vor dem Haus und plötzlich war ich nicht mehr alleine. Egal, es ging um eine kurze Funktionsüberprüfung: Wie fliegt respektive schwebt der T-Rex mit konstantem Gas programmiert? Der T-Rex tönt am besten wenn ich den Gaslimiterschiebeschalter langsam auf 100% schiebe. Die voreingestellte Drehzahl empfand ich als zu hoch, somit Gaslimiter herunterholen, Gasgerade anpassen, neuer Versuch. Nach drei Versuchen schätzte ich die Rotorengeschwindigkeit als schwebetauglich ein: Die Reaktionen auf Befehle kamen prompt und der GY401 war im Headingholdmdus präsent und driftete nicht weg. Die Gasgerade ist jetzt bei +27% eingestellt, für den Rundflug habe ich, ohne es zu testen, 5% mehr gegeben. Heute wollte ich dies auf dem Flugplatz überprüfen. Also auf www.mfv-kloten.ch gegangen und die Wetteraussichten notiert: 10% Regenwahrscheinlichkeit. Was erwartete mich aber auf dem Platz: Regen und starke Böen, Schnee und Matsch. Nein danke, auf Wiedersehen. Morgen gibt es den nächsten Versuch.

Samstag, März 24, 2007

Graupner MC-22 Mischersetup für Drehzahlkonstantes Fliegen

Klar, auch bei meinem Raptor sollte die Drehzahl des Motors gleichbleibend sein, es ist somit nichts neues wenn beim T-Rex 600 das gleiche gilt. Dort gilt der Motorenregler als, mmh, Regler oder Steller? Jedenfalls bemüht er sich, die Drehzahl zu halten. Das erfordert eine Umstellung der Gas / Pitchkurve. Im Gegensatz zu den Futabas, mag man den Jüngern dort glauben schenken, die eine Mixkurve mit einem beliebigen Funktionseingang abbilden können, ist dies bei der MC-22 ein bisschen 'schwieriger'. Am einfachsten ist es die Gaskurve für jede Flugphase als Horizontale zu programmieren. Währenddem die Futaba's einfach auf dem Funktionseinang eine Potentiometer legen und mit dem kontinuierlich der Gaskurve entlang hochfahren bis sie die Nenndrehzahl haben, geschieht das bei der MC-22 mit dem Gaslimiter. Tatsächlich kann die Graupner MC-22 auch einen beliebigen Gebereingang nutzen um eine Mehrpunktkurve damit zu steuern, aber diese Kurve lässt sich den einzelnen Flugphasen zuordnen, und nicht pro Flugphase ändern. Dazu müsste man pro Flugphase einen solchen Mixer brauchen. Bei drei Flugphasen und nur zwei Fünf-Punkte-Kurvenmixer ein Missverhältnis. Die Philosopie der Graupner MC-22 Programmierung ist definitiv anders als die der Futabas, wobei man bedenken muss, dass die MC-22 wohl schon aufgrund des Preises gegenüber einer Futaba 1024Z, FF9 oder T12Z eine Liga weiter unten spielt. Zumindest ein Problem konnte ich mit der Fernsteuerung abbilden: Der Revomix, d.h. den Heckrotoranstellwinkel in Abhängigkeit zum Pitch / Gas habe ich nun so programmieren können, dass dieser Mischer nur im Kreisel- jedoch nicht im HeadingHold-Modus aktiv ist. Allerdings ist es auch da so, dass in Abhängigkeit der Flugphasen die Mischung anders ausfallen sollte, aber das kann ich noch über die sogenannte 'Gebereinstellung' vorgeben. Allerdings fürchte ich, dass die Warnungen der Kreiselhersteller, den Revomix nicht zu gebrauchen, tatsächlich zu befolgen ist. Werde ich auf dem Platz eruieren.

Sonntag, März 18, 2007

Trotzdem ein Walkera Dragonfly 52?

Ja, ich gebe es zu: Für den Betrag der ein Walkera Dragonfly 52 kostet, bekommt man nirgends soviel Technik. Unter dem Aspekt, das Teil nur als Ersatzdroge zu konsumieren, bräuchte ich wnicht mehr als Fernsteuerung, Heli und ein paar nette Funktionen, um mehr als nur Schweben zu können. Der Dragonfly 64 und den Gaui EP-100 Pro / SE sind Helis, die mehr als nur für den Feierabend gedacht sind. Vielleicht ist dann mein Lehrpfad den 52, danach den 64-er und zum Schluss den 100 Pro / SE? Immerhin: Der Dragonfly 64C würde zwischen hundert und hundertfünzig Franken mehr kosten, der EP-100 komplett ohne Fernsteuerung über 250 Franken mehr im Vergleich zum Dragonfly 52. Da muss man dann schon sehr angefressen sein.

Einstellungen T-Rex 600 und..sehr windig

Wetter.com darf man vertrauen: Der angekündigte Wind war dann auch am Samstag da. Leider verpasste ich es, die Windgeschwindigkeit zu messen, misst man aber diese Stärke mit den Anzahl Flugversuchen, so dürfte der Wind sehr fest geblasen haben. Dazu noch die eisige Kälte in Südsibirien, da vergeht die Lust am fliegen. Trotzdem, Wagemutige hatte es unter uns einige gehabt. Ich für meinen Teil wollte nochmals das neue Raptorsetup ausprobieren und meinem Flugkamerad die Einstellungen des T-Rex 600 vorführen weil ich der Meinung war, dass der zuwenig Power hatte. Tatsächlich vergass ich, dass sich die Heli im sogenannten Gouvernormodus betreiben lassen, was übersetzt nichts anderes als Konstantdrehzahl heisst. Und diese war bei mir, Programmiertechnisch bedingt, nicht so eingestellt. Auf meinem Pitch hatte ich aus die Gaskurve programmiert, die natürlich dafür sorgte, dass beim Sinkflug nicht nur das Gewicht dazu beitrag, dass der T-Rex förmlich durchsank, sondern auch die parallel dazu abnehmende Motorenleistung. Wir programmierten auf der Graupner MC-22 zuerst mal eine fast gerade Linie auf den Gasstick, damit ich mal ein Gefühl bekomme, was abgeht. Und tatsächlich, das Teil lief feiner, ruhiger. Alle Probleme weg. Das einzige, was bleibt: Die Nominaldrehzahl muss ich für die verschiedenen Flugphasen noch ausfliegen und danach auf einem separaten Geber programmieren. Ein solches Beispiel findet man, wenn man Geduld hat und genau liest, in der Bedienungsanleitung der MC-22. Es hat allerdings drei Nachteile: Es können nur pro Fluphase je ein Offsett definiert werden, und eine prozentuale Abweichung der Minimum- und Maximumwerte, so wie ich es heute auch schon auf meinem Raptor programmiert habe. Z.B. kann ich so die Grunddrehzahl um bis zu 10 % erhöhen oder verringern. Der andere Nachteil: Es lässt sich keine nicht-lineare Kurve Programmieren, wo ich die Prozentualen Abweichungen drauflegen kann. Die Gaskennlinie ist nun mal nicht linear. Dritter Negativpunkt ist die Tatsache, dass ich hierzu einen anderen Steuerfunktionskanal als der vorgesehene Kanal 6 nutzen muss. Wenn man sich das nicht bei Umbau- und Reparaturarbweiten merkt, kann ganz schön was schief gehen. Zum Anfangen und Lernen reicht aber das beschriebenen aus, ich will ja lernen um danach mit Verbesserungen einen Schritt weiterzukommen. In der Graupner Bedienungsanleitung gibt es unter dem Thema 'Freie Mischer' aber genügend Stoff für mich, um eine bessere, aber auch komplexere Lösung zu gestalten. Allerdings muss ich mir die Beshreibungen mehrmals zu Gemüte führen. Graupner hat fantastisch schlecht die Bedienungsanleitung gestaltet.

Donnerstag, März 15, 2007

Zweiter Versuch mit T-Rex Abgleich und .. windiges Wetter auf Samstag

Nochmals den T-Rex kontrolliert aufgrund meiner Anmerkungen vom ersten Testflug. Das Spiel der Lagerwelle ist, verglichen mit dem des Raptors, dem gleich. Lies den Heli ohne Hauptrotorblätter aufdrehen, keine Vibrationen feststellbar, die Paddel scheinen in einer Linie zu laufen. Also klebte ich auf beiden Blätter zwei gleichlange und breite Klebbänder mit verschiedenen Farben drauf und konnte so den Spurlauf gut sehen. Tatächlich war dieser nicht ganz gleich. Gestänge angepasst und nun sind die Vibrationen ziemlich verschwunden, obwohl, ich denke es geht noch besser. Kann mir vielleicht die Blätter des Kollegen mal drauftun und oder die Hilfspaddel nochmals mit der genau gleichen Methode auf Spurgleichlauf testen. Zusätzlich kann ich nochmals die Paddellängen nachmessen. Kommenden Samstag auf dem Flugplatz zeigen die Wetteraussichten auf viel Wind. Ideal für die dritte Testrunde mit dem T-Rex 600.

Dienstag, März 13, 2007

Walkera 52 ade, willkommen Walkera 64C

Der Walkera 52 gibt es auch noch in einer teueren Ausführung, wo der Heckrotor mittels Servo gesteuert und mit dem Riemen vom Hauptrotor angetrieben wird. Weiter hat der 64B eine dickere Hauptrotorwelle, der alle Rotorköpfe aus Alu, Empfänger, Gyro und BEC sind alles Einzelkomponenten, d.h. auswechselbar was Upgrades leichter macht. Das Hauptantriebsrad hat schräge Flanken für bessere, präzisere Kraftübertragung. Kommt auch mit Fernsteuerung. Ist nicht mal doppelt so teuer im Multipack wie der 52-er, aber Welten an Präzission und Robustheit gegenüber dem 52-er Modell. Nachteil: Gyro lässt sich nur manuell am Gerät selber einstellen. Aber hey, man kann ja einen anderen Microempfänger dranschrauben wenn man keinen Kanal für den neuen von der Fernsteuerung einstellbaren Gyro mehr hat. Das Teil könnte sich als Alternative, typisch Schweizerisch, so schön in der Mitte von allen Möglichkeiten, herauskristallisieren.

Erster Schwebeflugversuch mit dem T-Rex

Gewöhnungsbedürftig: Das turbinenartige Geräusch des Motors. Man erwartet eigentlich Rauch und Geknatter stattdessen. Der erste Schwebeversuch ging gut. Natürlich sind noch diverse Einstellungen zu machen und zu überprüfen. So habe ich spürbare Vibrationen im Hauptrotor, die ich näher anschauen muss. Leider hatte ich die Rotorblätter nicht farblich markiert, es viel mir schwer so zu erkennen, ob die Blätter in der gleichen Laufbahn sind. Selbes gilt für die Paddels. Die Gestänge sind bis auf ein paar hundertstel genau gleich lang, also daran kann es nicht liegen. Ebenfalls habe ich ein leichtes Spiel um die Hochachse der Hauptrotorwelle bemerkt, Ursache unbekannt, Fertigungstoleranz oder ich habe was beim Einbau übersehen. Der GY401 ist um Dimensionen besser als der Robbe 3D, den ich beim Raptor eingebaut habe. Die Empfindlichkeit lässt sich beliebig ändern, ohne dass das Heck abdriftet und mittels Trimmung wieder nachgestellt werden muss. Freitags geht es dann hoffentlich in die zweite Einstellrunde, bis dann ist noch Ursachenforschung und -beseitigung angesagt. Aber das Teil war trotz Vibrationen schon sehr präzise zu steuern. Fast unheimlich präzise.

Montag, März 12, 2007

T-Rex 600 ist bereit für die erste Inbetriebnahme

Pitch- und Throttlekurve habe ich angepasst, Akku befestigt, Motorenregler programmiert, Taumelscheibe ausgemessen, Servowege angepasst, GY401 initialisiert. Sollte eigentlich für morgen abend alles stimmen, um auf dem Platz die ersten Hüpfer zu versuchen. Muss mir allerdings noch eine Checkliste machen, was ich während dem und nach dem Test alles überprüfen muss.

EP 100 und seine Varianten

Wie ich gestern schon herausgefunden habe, bieten mehrere (Modellhubschrauber-)Firmen das Modell an mit unterschiedlichen Preisen. Beispielsweise ist der Mini-Zoom um die $99, währenddem andere den EP-100 Pro ab $179 anbieten. Wichtig ist das Pro: Die Pro-Version ist die GFK-CNC-Version, also viel Metall und GFK, währenddem das fehlende Pro auf die Plastikversion hindeutet. Die Plastikversion hat den Rahmen ähnlich der Mikado Serien.

Sonntag, März 11, 2007

Tschüss Walkera Dragonfly 52, willkommen Mini-Zoom

Heute habe ich meinen defekten Dragonfly auseinandergenommen und mir so meine Gedanken gemacht. Das die Elektronikbauteile so schnell Defekte zeigen, mag hoffentlich Zufall sein. Aber es gibt für mich nach der kurzen, aber intensiven Zeit mit dem Modell einige Dinge, die mich störten:
  • Heckrotor wird nicht kollektiv vom Hauptrotor angetrieben, sondern mit einem Motörchen
  • Zusammen mit dem 6-1 Empfänger (Gyro, Empfänger, BEC und drei Servoausgänge) konnte ich nie ein Setup finden, dass mir behagte.
  • Die Fernsteuerung war gewöhnungsbedürftig hinsichtlich der Einstellmöglichkeiten, mir wäre es lieber gewesen, mit meiner eigenen Fernsteuerung zu arbeiten. Leider ist dies nicht möglich, weil der verwendete PCM-Modus mit Futaba nicht kompatibel ist und ich denke mit meiner Graupner / JR auch nicht, da ist das weitere Manko, dieses Set nur im 35MHz Modus zu bekommen, hinfällig.
  • Die Ersatzteile sind in der Schweiz sehr teuer, die Qualität aber sehr bescheiden hinsichtlich Festigkeit.
  • Bedienungsanleitung ist sehr trivial gehalten, Fragen zu Pitch- und Rotorengeschwindigkeit werden nicht beantwortet, 'try-and-error'.
  • Nur Plastik und Aluminium wird für den Rotorkopf und Rahmen verwendet
  • Ausbaubarkeit ist begrenzt, entweder man kommt mit dem zurecht, was man kriegt oder man lässt es sein.
Die Möglichkeit, einen solchen kleinen Helikopter nach seinen eigenen Bedürfnissen auszustatten liess mich auf dem Web ein bisschen suchen. Der Antrieb sollte klassisch sein, d.h. Heckrotor über Zahnriemenantrieb von der Hauptrotorwelle angetrieben, Heckrotorblattausschlag einstellbar, Autorotation. Sozusagen ein kleiner T-Rex 600 in den Massen eines Dragonfly 52. Und siehe da, es gibt ihn m verschiedenen Ausbaustufen, den Mini-Zoom, auch vom Originalhersteller als Gaui EP-100 beworben: http://www.flying-hobby.com/product.asp?productSort=101. Es gibt unter http://www.rcgroups.com/forums/showthread.php?t=615001 auch verschiedene Ausbautipps und Empfehlungen. Was ich allerdings mag ist die verschiedenen Hauben für das Teil. Upgradeteile gibt es auch genügend, beispielsweise einen 3-Rotorblätterkopf. Es gibt verschiedene Bezeichnungen für den Helikopter wie Gaui Hobby 100 SE, Shogun Midget Pro, Pixy Zap 100 Pro, Mini Zoom 100 Pro und Pocket Zoom. Dadurch wird er auch in verschiedenen Hauptrahmen ausgeliefert, die Verson von Pixy Zap 100 Pro erinnert stark an einen Mikado Rahmen. Andererseits ist der Walkera Dragonfly einfach ein 'set-and-fly' Helikopter. Lässt sich auch erweitern, z.B. mit einem Brushlessmotor von feigao, YGE 8 controller und Titanic 3S 480mAh Akku. Allerdings sagen einige in den Onlineforen, dass die Lenkpräzision aufgrund der billigen Servos beim Dragonfly zu wünschen übrig lässt. Fragt sich, ob ich das merke? Abschliessend nach mehrere Stunden Recherchen im Internet bin ich noch zu keinem Entschluss gekommen, ich denke dass muss über Monate reifen.

War ein ganz netter Tag auf dem Flugplatz

Ich mag mich noch an den September 2006 erinnern, als ich an einer Landesmeisterschaft für Anfänger in F3C war und die Höhe bewunderte, die die Piloten mit ihren 30-ern Maschinen einnahmen für ihre Flugfiguren. Ich nahm mir vor, bis Ende 2007 auf dieser Höhe auch fliegen zu können. Vergangenen Freitag und Samstags flog ich auf dieser Höhe und es macht enorm Spass, sich in so grosse Luftraum zu bewegen. Die U-Turns waren noch ein bisschen unrund, die Umgewöhnung an den Headinghold-Modus tat seines daran, die Tips eines erfahrenen Piloten halfen mir, runder zu fliegen. Es hätte noch besser sein können, beispielsweise das fliegen von Kreisen oder den Rundflug andersrum. Aber dafür war ich zuwenig wach. Reichte noch für Pylonenaufnahme, danach war dann Schluss. Vergleicht man den Robbe 3D Kreisel mit dem Futaba GY401, so liegen nicht nur Jahre dazwischen. Der 3D Kreisel kämpft kontinuierlich mit der Präzision, je nach Empfindlichkeit wird die Heckrotorsteuerung kleiner. Um die Steuerfolgsamkeit zu wahren, musste ich mit ATV und Maximalweg arbeiten, sodass der Steuerausschlag nach 100% Kreiselempfindlichkeit ebenso gewährleistet ist als auch bei unter 50%. Damit reduziert sich der Knüppelweg für den Vollauschlag bei 100% Kreiselempfindlichkeit ein bisschen, aber es ist machbar. Der GY401 kennt das Phänomen nicht. Am besten stellt man für Normal, Idle1 und Idle2 die Kreiselempflindlichkeit einmalig ein und justiert danach den maximalen Servoarmweg. Prompt vergass ich heute beim ersten U-Turn, dass das Heck durch die Modifikationen viel schneller reagierte und kreiselte 270% statt nur die 180. Aber ich konnte den Heli gut abfangen. Auch in unserem Klub ist eine Zunahme der Helipiloten zu verzeichnen. Als ich Anfing, waren zwei Vielflieger und ein Anfänger. Heute sind es mindestens sieben Stück, die fliegen. Die einen regelmässiger als die anderen. Die Modifikationen am Raptor betreffend Schwebepitcheinstellungen waren auch erfolgreich. Beim Beschleunigen für die U-Turns fehlt mir aber noch die Leistung, die ich allerdings denke gefunden zu haben: Bei Vollgas habe ich plus 12 Grad Pitch drin. Theoretisch wäre dies nach Empfehlung von Raptor für 3D geeignet, aber weil meine Gaskurve exakt sich mit der Pitchkurve überschneidet, die Gasannahme aber stets ein bisschen verzögert stattfindet, sinkt bei Vollgas die Rotorendrehzahl hörbar ab. Also konsultierte ich wieder die Raptor Bedienungsanleitung und sah auf einer unscheinbarer Seite die Empfehlungen für Maximal-, Schwebe- und Minimalpitch bei den Phasen N0rmal, Idle1, Idle2 und Hold. 9 Grad wäre etwa für den Rundflug als Maximalpitch angebracht, -4 für Minimal-, resp. 5,5 Grad für Schwebepitch. Zusätzlich zu diesen Pitcheinstellungen werde ich das Gas ein bisschen vorlaufend zur Pitchkurve machen, damit die steilere Winkelanstellung einer höheren Drehzahl hintennachstellt. Bin gespannt, ob es so besser funktioniert. Ansonsten nichts besonderes auf dem Fluplatz ausser viel Wind, wenig Sonne und zwei Flieger, die sich ins Erdreich budelten.

Montag, März 05, 2007

T-Rex Weiterentwicklung - Fertig bepinselt

Letzte Woche war echt mühsames Wetter somit ideal um weiter an dem T-Rex 600 zu arbeiten. Neben der elektrischen Verkabelung und Positionierung der wichtigsten Elektronikkomponenten plus Programmierung der Fernsteuerung blieb mir noch Zeit für die Bemalung der Flugteile. Am meisten haben mich die für die Leitwerke benutzten Imbusschrauben genervt. Irgendwo ist Align das Geld oder die Fantasie ausgegangen, ansonsten hätten sie sicher Senkschrauben verwendet oder aber normale Kugelkopfschrauben und in den Plastikteilen Vertiefungen angebracht. Das holte ich nach mit Senkbohrer und Senkschrauben. Allerdings bin ich immer noch nicht zufrieden, weil bei dem Querleitwerk Blechschrauben genommenw werden müssen, währenddem bei Seitenleitwerk metrische zum Einsatz kommen. Da konnte ich bisher nur Philipsschrauben und normale Schrauben organisieren, notabene für entweder das eine oder andere. Bei der Haube störte mich die Risse, die sich schon in der (laminierten?) Haube abzeichneten. Jetz angestrichen sind sie nicht mehr so sichtbar. Beim Hauptrotor wechselte ich den Plastikpitchkompensator gegen einen Metallenen aus, plus 1,2Gramm mehrgewicht. Den 'Teller' oben auf dem Hauptrotor brachte nochmals ein paar Gramm mehr, die Hauptrotorhalter aus Metal etwa insgesamt zehn Gramm, der Hekrotoranlenkhebel aus Metal nochmals 1,2Gramm. Meine Flugzeit sollte sich dadurch theoretisch um etwa 25 Sekunden vermindern. Ich bemalte alle Leitwerke, die Haube und die Kufenträger. Auf der Haube und dem Höhenleitwerk sind insgesamt fünf asiatische Zeichen mit Aquarellfarbe sichtbar. Die drei auf der Haube links und rechts stehen für Stärke, Umsicht und Respekt, die zwei auf dem Höhenleitwerk für Geist und Seele.

Dienstag, Februar 20, 2007

Flieg Raptor, flieg und: Es entsteht ein T-Rex 600

Zwölf Grad und Sonnenschein. Wer da nicht fliegen geht ist selber schuld. Ich tat es. Zuerst justierte ich den Blattlauf der Hauptrotorblätter. Die schwarze Auffangwand unserer Kompostierablage tat dabei als Kontrastfarbe gute Dienste. Danach den Kreisel neu justieren weil ich über das Wochenende den Heckantriebsriemen neu spannte (ein grosses Danke an meinen Kollegen) und dadurch die Hecksteuerung sich verschob. Danach gings los. Zuerst versuchte ich mal einige Figuren von http://www.f3c.ch, und zwar die Beginner- / Newcomerfiguren. Ist noch schwierig in der vorgegebenen Höhe zu schweben resp. sich rückwärts zu bewegen. Vielleicht war ich aber auch zu hoch, ca. 10m. Egal, für das erste Gefühl reicht es. Danach ein paar Rundflüge, Gegenschweben und sogar Kreise lagen drin. Bis mir der Wind deutsch gesagt während dem langsamen Kreisfliegen in den Hintern blies und prompt den Heli ins wackeln brachte. Konnte ihn aber auffangen. Dann die Turns. Die gehen schon ganz flüssig vonstatten, allerdings erst von links nach rechts. Umgekehrt wieder mal der berüchtigte 'Hemmer'. Als letztes ein paar Punktelandungen, danach zottelte ich zufrieden nach Hause. Zuhause endlich die Teile aus Taiwan für meinen T-Rex 600. Ein paar edle Metallteile, z.B. das T-Steuerstück des Heckrotors, den Bremsteller vom Hauptrotor und andere schöne Teile. Das Futaba S9254 montierte ich gerade umgekehrt als es Align vorschrieb. Ich weiss dass bei Helis die Gewichtsverteilung links / rechts nicht sosehr ins Gewicht fällt, aber irgendwie hat das bei mir auch immer einen ästetischen Hintergrund. Als dann alles soweit mintiert war, fing ich mit der Arbeit für die Bemalung der Teile an. Dazu später mehr.

Walkera Dragonfly 52 - Mehr beschädigt als ich dachte

Für meine Memoiren: Kleine Helis machen Spass, aber irgendwie mögen die mich nicht. Meinte ich noch in einem früheren Blog, dass beim letzten Absturz nur mechanische Teile beschädigt wurden, kämpfe ich seitdem mit einem zeitabhängigen Fehler: Nach einer gewissen Zeit reagieren beide Motoren nicht mehr. Nachdem ich zuerst die Fernsteuerung vermutete, bin ich heute eher der Meinung, dass der Empfänger einen Schlag bekommen hat vom Sturz und nun auf Wärme reagiert. Auch Vollgas liegt nicht mehr drin. Weiss gerade nicht weiter, wahrscheinlich kaufe ich mir einen neuen Empfänger oder warte, bis ich einen gleichen Typ zum Vergleichen habe.

Montag, Februar 05, 2007

Erster richtiger Flug des Dragonfly 52 ohne Trainingsgestell

Es war windig als ich erstmals den Dragonfly ohne das Landekreuz vom Boden abhob. Wild turnte der Hubschrauber im Wind herum, jedoch kontrollierbar. Tatsächlich schaffte ich mehrere gelungene Bodenlandungen aus der Schwebeposition heraus. Als Elektroantriebsanfänger unterschätzte ich am Schluss jedoch die Kombination von Windböe und nachlassender Akkuleistung. Das Resultat war ein Absturz aus einer Meter Höhe. Stabistange wie auch die Hauptrotorwelle scheinen verbogen zu sein. Die Hauptrotorwelle stellt den eigentlichen Schwachpunkt der ganzen Konstruktion dar. Sie dürfte auch für den normalen Betrieb aus härterem Material bestehen. Sonst macht der Hubschrauber erstaunlich viel her. Ein richtiger Feierabendhubschrauber halt.

Sonntag, Februar 04, 2007

Zum Thema wer billig kauft, kauft zweimal

In vielen (Online-) Diskussionen wird die Frage gestellt, ob man denn mit der Ausrüstung X auch Helifliegen kann. Ausrüstung X kann in der Definition breit gestreut sein. Es gibt solche, die wollen mit einem Komplettset von ein paar hundert Euro das Helifliegen erlernen, andere wiederum definieren so eine Ausrüstung bei tausend Euro. Viele langjährige Modellflieger antworten dann lapidar mit 'Wer billig kauft, kauft zweimal' und stellen locker eine Ausrüstung um mehrere tausend Euro dem Anfänger zusammen. Ich finde, dieses Verhalten entspricht dem allgemeinen Verhalten unserer heutigen Zeit: Man gibt keinem die Möglichkeit, sich seine Erfahrungen, und seien sie noch so negativ, selber anzueignen. Wie der Sozialstaat den mündigen Bürgern das Denken abnehmen will, wollen wir andere davon abhalten, anders zu denken und zu versuchen. Hat Federer, Schneider, Bielmann und Co. mit Topausrüstung ihre Karrieren begonnen? Kurvte Schumi als Anfänger auf einer Formel 1 Strecke herum? Wohl kaum, sie wären trotz ihres Talents damit überfordert gewesen. Wieso soll dann ein Anfänger mit einer solchen Topausrüstung nicht auch überfordert sein? Also lieber zweimal kaufen, und das zweite Mal weiss man, was man braucht. Neben meinen Flugregeln, die natürlich vorallem für die Änfänger gelten, hier meine Regeln für einen gelungenen Start in das Hobby:
  • Keine Regeln, auch diese hier, nicht 1:1 umsetzen, sondern Varationen nach persönlichem Geschmack und Bedürfnis einbauen, sofern damit nicht die Sicherheit anderer beinträchtigt ist.
  • Je grösser das Flugmodell, desto ruhiger liegt es in der Luft. Somit ist es auch besser beherrschbar.
  • Ein Simulator kann ebenso zum Erfolg beitragen wie ein erfahrener Modellpilot, der einem auf dem Flugfeld unterstützt.
  • Das Modell nicht durch einen Fachhändler zusammenbauen und einstellen lassen. Die gewonnene Erfahrung, wenn man diesen Teil selber macht, ist die Grundlage für das Hobby. Die Zeit sollte man sich nehmen
  • Zuviele Funktionen und Hilfsmittel nehmen einem das Denken ab. Früher flogen diese Teile ohne Kreisel und andere Unterstützung schliesslich auch.
  • Keinesfalls Occassionen kaufen von anonymen Quellen. Lieber auf einem Modellflugplatz nach Angebote fragen
  • Modellhubschrauber sind gefährliche Waffen in Händen von Anfänger. Niemals in Wohngebieten üben. Die eigene Funkfrequenz kann benachbarte Flugvereine deren Mitglieder stören. Also stets absichern.
  • Geduld, Neugierde und ein bisschen Mut braucht es für das Hobby. Dann kommen die Erfolge von alleine
  • Neben dem Fliegen nimmt ein grosser Teil die Wartung der Gerätschaften ein. Diesen Punkt darf keinesfalls auch aus Sicherheitsicht, unterschätzt werden.
  • Schlüter, ein begnadeter Pioner des Modellhubschrauberzeitalters, schrieb in seinen zahlreichen Büchern, dass ein Anfänger nach etwa zwei Jahren perfekt Schweben kann. Also keine überambitionierte Ziele stecken, sondern die der kleinen Schritte verfolgen.

Samstag, Februar 03, 2007

Wieder mal windig - Aber der Dragonfly 52 meistert es

In Südsibirien war es enorm windig. Manchmal nerve ich mich darüber, dass unsere Piste auf der falschen Seite des Waldes steht. Entsprechend kalt war es und wenig geflogen wurde. Mein Raptor prügelte ich um den Rundkurs, die Seitenwinde liesen die Heckrotorsteuerung alt aussehen. Also erhöhte ich kurzzeitig die Drehzahl und damit war mein Heli steuerbar. Der Clou war allerdings mein neuer Walkera Dragonfly 52. Obwohl nur für Inhouse bestimmt, startete ich ihn auf dem Flugplatz bei Wind. Zu meinem eigenen Erstaunen lag er ruhig in der Luft. Die kurze Vorführung hinterliess Spuren, jetzt wollen sechs Clubmitglieder auch so ein Teil haben. Ist halt auch Frauenkompatibel: Kein grosse, schmutziges und lärmiges Teil.

Dienstag, Januar 30, 2007

Walkera Dragonfly 52 - So klein und schon in Behandlung

30cm an Länge, vollgepackt wie ein richtiger Modellheli. Einfach in Miniature. Gedachte Vorgehensweise war: Walkera Dragonfly 52 kaufen, aufsetzen, fliegen, Freude haben. Ende. Kam nicht so: Walkera Dragonfly 52 kaufen, versuchen aufzusetzen, fliegen ging schief. Paddelstange, Hauptrotorwelle und -blätter zerschlissen. Ersatzteile von RC-Thomas.ch besorgt, die sind dort ziemlich günstig, und die genannten Teile ersetzt mit dem Resultat, dass eine Unwucht es unmöglich macht zu fliegen. Rotorblätter demontiert, Paddel und -stange demontiert, laufenlassen. Geht. Paddelstange dran; geht. Paddel dran: Geht nicht. Fluchtig gemacht, geht. Rotorblätter montiert und die Unwucht ist wieder da. Da habe ich abgebrochen. Werde die Minirotorenblätter mal versuchen auszutarieren. Wenigstens ist die Haube einigermassen mit Airbrusch gelungen, obwohl ich sie mir anders vorgestellt hatte. Aber die Fläche ist schwer mit Farbe präzise zu bespritzen.

Samstag, Januar 20, 2007

Nach Heckservogestängeumbau auf dem Flugplatz

Sturmtief Kyrill verblasste langsam, ab auf den Flugplatz. Zuerst das Heckservo resp. den Gyro eingestellt weil ich auf diesen Tag das alte Robbe S3010 gegen das Futaba S9254 und die Anlenkstange ausgetauscht hatte. ATV verändert und dann gings ab. Der Kreisel ist erst so nach etwa einer halben Stunde auf Platz richtig 'warm', heisst idie Temperaturunterschiede vom Raum ins Freie lassen den Kreisel 'driften'. Ohne dies zu berücksichtigen schraubt man ständig an Heckrotoransteuerung. Die Hauptrotorblätter sehen ziemlich parallelaufend aus, ich muss das nochmals verifizieren. Weil der Heli auch beim beschleunigen kaum vibriert, gehe ich davon aus, dass das Grundsetup nicht schlecht ist. Gut in Laune nochmals Gegenschweben geübt: Von links eindrehend gegen rechts, von rechts eindrehend gegen links. Diese beiden Übungen haben mir letztmals Mühe bereitet, ich ging immer von links gegen rechts und dann, wenn der Heli mich anschaute, wieder links raus. Motiviert startete ich zum Rundflug. Vor der Kurve zog ich am Nick, was einen Steilflug zur Folge hatte, fing ihn 'quer' ab und drückte den Heli Ende der Kurve wieder auf die normale Flubahn runter. Das macht echt Spass wie Autorotation. Autorotation und Kreisflug versuche ich nächstes mal wieder. Insgesamt ein guter Trainings-(Vor-)mittag.

Donnerstag, Januar 18, 2007

Futaba S9254 Servo, Robbe G3D Gyro und die blöden Masse

Vor etwa einem halben Jahr habe ich die Hecksteuerung komplett umgebaut auf die Direktansteuerung. Dabei jedoch verbog ich die gelieferte Stange, damit ich mein Heckservo mittig unterhalb der Heckrohraufnahme platzieren konnte. Mit der Inbetriebnahme des Heading Hold fähigen Gyros gab's den Ratschlag, mindestens ein Digitalservo für die Hecksteuerung zu verwenden und nicht das S3001. Weil die Ansteuerungstange von Thundertiger (PV0345) verbogen war, kaufte ich mir Federstahl mit 2mm Querschnitt und ein Schneideisen, um mir das Gestänge billig selber zu bauen. Glücklicherweise entdeckte ich noch ein von der alten Servoansteuerung vorhandenes Gestänge, das von der Länge ideal passte. Beim Messen des Stangendurchmessers erstaunen: 2,24mm Durchmesser gemessen am Gewinde, die Stahlstange selber 2mm. Sollte das 1/12 Inch sein? M2 Gewinde geschnitten und voilà, Tundertiger Kugelgelenkaufnahme ist zu gross, also eins von Ikarus Eco 8 nehmen. Leider misst der Kugelkopf von Thundertiger auch seine 4,8mm, ist also zu gross. Mit der Kugelreibale von Graupner wird die Gelenkpfanne von Ikarus passend gemacht. Dann beim Händler PV0345 von Thundertiger bestellt. Stellt sich die Frage, wie sich die anderen mit dieser Problematik anstellen.

Dienstag, Januar 16, 2007

90 Minuten und die Anwendung der goldenen Regeln

Ich habe meine Goldenen Regeln, Punkt 'Sei sicher, dass alles hält' nicht berücksichtigt. Ich wunderte mich während dem Flug, wieso der Silikonauspuffschlauch zusammen mit dem Auspuffdämpfer so schüttelt und plötzlich ich über die Mittenstellung fahren muss, damit der Heli abhebt. Aha, die Rotoblätter sind nicht gleichauf, nachjustiert. Dämpfer und Schlauch vibrieren immer noch. Und ich muss immer noch zuviel Gas geben, bis das Ding abhebt. Es muss also an der Auspuffbefestigung liegen, was es dann auch war. Es kann sein, dass die Unwucht verursacht durch die Rotorblätter die Vibrationen ausgelöst hat. Der Heli schwebt nun bedeutend ruhiger in der Luft. Schön. Ansonsten Gegenschweben. Bislang drehte ich gegen den Uhrverlauf ein und mit dem Uhrverlauf aus (von oben auf den Heli gesehen), ich versuchte nun alles gegen den Uhrverlauf zu machen. Ging so. Aber alles umgekehrt, im Uhrzeigersinn unmöglich. Da blockiere ich mental. Die Rundflüge in der Luft um etwa fünf Meter angehoben, jetzt fliege ich um die 13 Meter über Erde. Keine Chance wenn das Ding steht zu orten, wie seine Fluglage ist. Helfen nur zwei Dinge: Bewusst einen Achse bewegen oder Goldene Regel anwenden: Pitch und Gas erhöhen und schauen, wohin das Ding fliegt. Zwischendurch im Heading Hold Modus geflogen, das Flugbild war bei Rundflügen schrecklich. Langsam gefällt mir dieser Modus zusehends.

Samstag, Januar 06, 2007

Heading Hold mit Robbe 3D Kreisel, Mikrohubschrauber bestellt

Diese Woche hatte ich viel zu tun. Der GY401 und das S9254 Servo musste im T-Rex 600 eingebaut werden. Das erste mal, wo ich mit einem Heading-Hold fähigem Kreisel zu tun hatte. Beeindruckt hat mich aber das schnelle Servo. Weil ich mit dem T-Rex Setup nicht die ersten Erfahrungen im Bereich Heading-Hold fliegen sammeln wollte, montierte ich ein von einem Kollegen mir geschenkten Robbe 3D Kreisel, der auch Heading-Hold kann. Schätze es war der Vorgänger des heutigen G400. Schon das Setup war ungewöhnlich, aber nachvollziehbar. Ich war gespannt, wie sich dieser Modus fliegen lässt. Nach den ersten negativen Erfahrungen mit Kleinhelikoptern (Ikarus Eco 8, Spiwa o.ä. 2-Kanal Heli) schaute ich nach einem Kleinstheli, den ich auch in der Wohnung fliegen kann. Ein Koaxialheli wie der trendige Silverit mag ich nicht, ich will was mit vier Kanälen. Bei Walkera wurde ich fündig resp. dessen Chinesische Vertretung. Ist nur dreissig Zentimeter an Länge, weist aber richtige Servos (jaaa), einen Gyro und Li-Po Batterien aus. Kommt sogar mit einer 35MHz Fernsteuerung. Bin wirklich gespannt. Ein Clubkollege von mir wird sich vielleicht auch so einer zulegen, wenn er sieht, dass ich damit zurechtkomme. Auf dem Flugplatz war es heute ziemlich windstill. Langweilig, jedoch Ideal um das Setup mit dem HH-Gyro Robbe 3D fertigzustellen. Zuerst betrieb ich den Raptor im normalen Kreiselmodus. Natürlich plus drei Meter Höhe mehr als das letzte Mal. Jetzt ist die Flughöhe ideal für weitere Figuren. Danach schaltete ich in den Heading-Hold (HH) Modus um. Das Gehirn muss sich arg umgewöhnen. Die ersten zaghaften Rundflüge gestalteten sich als Eckflüge. Wie alle sagen; vergisst man aktiv das Heck zu steuern, kriegt man das Teil nicht aus der Kurve. Und selbst dann muss man das Heck so präzisse anstellen, dass der Heli in einer Linie fliegt. Denke hier ist die Schrittauflösung des Servos entscheidend. Erstaunlicherweise aber funktionierte das schräge Rückwärtsfliegen mit dem Robbe S3001 Heckservo einwandfrei. Kein Ruckeln oder zuckeln. Stoische Ruhe. Vielleicht ändert sich dass wenn mehr der Wind bläst? Abschliessend war es wieder eine enorm lehrreiche Woche.

Dienstag, Januar 02, 2007

Gyro mit Heading Hold Modus im Raptor eingebaut und erste Simulationen

Wau! Endlich baute ich den Robbe 3D Gyro im Raptor ein, der Heading Hold Modus unterstützt. Ich zögerte lange, sowas einzubauen, weil ich der Funktion eines Headinghold Kreisels nicht vertraut war. Im Internet kursieren diverse Erklärungen dazu, allerdings finde ich diese am besten. Unter Zugabe der offiziellen Anleitung für den Futaba GY401 wagte ich es nun am Simulator diese Einstellung zu aktivieren. Es ist schon komisch, wenn sich das Heck partout nicht aus der eingeschlagenen Position ohne Gegenbewegung am Heckknüppel wegrangieren lässt. Plötzlich sind Dinge einfacher möglich, beispielsweise der Quer- oder Rückwärtsflüge. Obwohl, ich vermisse die kleinen Korrekturen am Heck beim normalen Kreisel in solchen Situationen. Bin aber überzeugt, dass gerade im 3D-Bereich diese Funktionalität eine enorme Erleichterung darstellt. Nicht nur das, ich denke jeder Anfänger kriegt Schweissausbrüche beim ersten Rundflug im Heading Hold Modus wenn er das Heck aktiv mitsteuern muss. Bin gespannt wie es mir auf dem Flugplatz ergeht.

Sonntag, Dezember 31, 2006

Fantastisches Wetter, fantastische Abstürze

Auf heute modifizierte ich nochmals das Gas um möglichst beim Schwebeflug bei ungfähr 1600 Umdrehungen am Rotorkopf zu haben. Am letzten Samstag waren 1450 gemesen worden, für mich ein bisschen zu wenig. Heute waren es 1680. Mist. Aber ich kann es noch auf 1600 korrigeren. Daneben stellte ich für die Autorotation den Heckrotoroffset so ein, dass die Blätter senkrecht im Wind stehen. Mir ist nämlich beim Autorotationsfliegen aufgefallen wie sich das Heck immer wieder aus der Flugachse verschob, obwohl aufgrund des Drehmomentes dies nicht mehr sein sollte. Einzige Erklärung: Die letzten paar Umdrehungen am Heckrotor in der Autorotationsphase lassen das Heck in diese Richtung drehen, wo die angestellten Rotorblätter hinzeigen. Anderes Thema: Der Heli-Boom greift um sich. Jeder hat einen. Mindestens. Wenn nicht sogar zwei oder drei. Ich habe zwei. Gestern, am Samstag, den zweitletzten Tag im Jahre des Herrn 2006 war ideales Flugwetter. Über Null Grad, fast keinen Wind. Da nutzt man doch die Chance auf das man endlich seinen Heli der Gemeinschaft zeigen kann. Der erste Versuch mit einem Koaxialheli Marke Graupner. Leider verheilte die letzte Reparatur am Steuergestänge nicht so gut wie erwartet und es brach erneut, worauf sich der Heli in Seitenlage hinlegte. Ja, es war die Zeit der Abstürze. Kandidat Nummer zwei war ein Heli im Jugendlichen Alter von .30 Jahren. Es schien ein normaler Arbeitstag für den Heli zu werden. Vielleicht verspürte man (der Heli) auch falsche Frühlingsgefühle? Man weiss es nicht, jedenfalls verlor er die Kontrolle über sich. Wild herumschlagend näherte er sich den staunenden (Heli-)kollegen am Boden, die frisch betankt auf ihren Flyslot warteten. Der junge Heisssporn zahlte bitterlich für seine Unerfahrenheit. Eine eilig auf die Telefonnummer 144 herbeigerufene Sanität konnte trotz Defilatoreinsatz nur noch den Tod feststellen. Nun waren die Flächenflieger angespornt, ihrerseits das Beste zu geben. Leider waren auch nicht alle vom Glück vergönnt. Unser "Little Joe" hämmerte seinen Segelmotorflieger genauso in den Boden wie ein anderer Flugkamerad seinen Dreiecksflieger. Dabei waren die roten Rückleuchten im rotierenden Antriebsprobeller so schön anzusehen. Ja, echte Kerle kommen auf dem Platz mit der Absicht, mit weniger Material diesen abends verlassen zu können. Der krönende Abschluss machte unser 'neuer' Fremder, dem das Landegestell bei der Landung des Fliegers wegflog und eine Bauchlandung erzwang. Ja, es war ein schöner Nachmittag.

Mittwoch, Dezember 20, 2006

Fertige Bemalung und auf dem Flugfeld

Der neue Anzug für den Raptor ist fertig. Von der Fertigung her hätte ich es sorgfältiger ausführen sollen, kämpfte ich doch mit Kleberesten und Sprühnebel. Die dabei gewonnene Erfahrung ist für mich wertvoll. Denke bin da einen Schritt weitergekommen. Die Kabinenhaube würde ich im Nachhinein noch mehr schleifen, um den rauhen, aber doch nicht gut haftenden Grundbelag abzutragen. Auf dem Flugfeld heute war es
  • Bitter kalt
  • Unheimlich windig
Reichte gerade so für Gasabstimmung, ein paar Rundflüge und Kreisdrehen Jetzt sollte der Hauptrotor seine 1600 Umdrehung haben und nicht mehr deren 1900. Und da frage ich mich, wieso mein Motor
  • so warm wurde
  • Standgasprobleme hatte

Mittwoch, Dezember 13, 2006

Schönes Wetter. Es funzt

Mein Gott, vierzehn Tage nicht geflogen. Da schnappe ich mir den Heli wenn sich die Gelegenheit bietet. Also ab auf den Flugplatz und loslegen. Die Einstellungen auf der MC-22 sind tauglich. Ich habe auf dem Gaskanal noch in der Gebereinstellungen ein Potentiometer reingehängt. Mit dem kann ich wie bei der MC-12 die Gasvorwahl über den gesamten Bereich um plus/minus 10% anpassen. Vorteilhaft wenn man kurz mehr oder weniger Gas braucht und nicht im Menü an den Kurven rumschrauben will. Auf dem Platz flog ich einige grosse und kleine Rundflüge um danach Kreise zu fliegen. Ein gegen den Uhrzeigersinn geflogener Kreis klappte nie, die innere Blockade war grösser. Also versuchte ich es umgekehrt und da ging's. Interessant. Ich fliege ungern von rechts nach links, aber solche Kreise gelingen mir. Auf dem Simulator funktionierte es umgekehrt besser. Komme nicht dahinter und es ist mir auch egal. Abschliessende landete ich erstmals in Autorotationsflug. Der Heli hopste einmal, aber er kippte nicht um. Denke nicht schlecht für das erste mal live. Simulationen am PC haben mir ein bisschen das Gefühl gegeben plus natürlich die bereits vor Wochen ersten Trockenübungen. Kurzum, es waren gut investierte 45 Minuten. Als nächstes wird die neue Lackierung der Haube fertiggestellt und dann erkenne ich den Heli auch im Schnee, falls der jemals kommt...

Sonntag, November 26, 2006

Wochenrückblick

Align T-Rex 600 ist angekommen von Taiwan. Ein Schnäppchen. Meine Befürchtungen, dass die Bedienungsanleitung nicht in Englisch ist, bewahrheitete sich nicht. Der mitbestellte Li-PO 6S2P liefert bei 4600 satte 20C. Jetzt suche ich noch einen geeigneten Kreisel und Empfänger. Beim Empfänge tendiere ich auf einen PCM, konnte im letzten Moment einen Fehlkauf verhindern: Graupner und Futaba Sender / Empfänger kommunizieren nur mit PPM. So muss ich einen 'Ersatz' für den im Raptor 30 eingesetzten Futaba 148-DF bei Graupner suchen. Mit Superhet habe ich keinerlei (Empfangs-)probleme gehabt. Kreisel? Keine Ahnung, entweder G-400 oder GY-401. Standard halt. Auf dem Flugplatz schaffte ich nur einen Kreis zu ziehen, Kreis war zu eng geflogen und ich fühle mich noch nicht so wohl, wenn der Heli auf mich zukommt. Gegenschweben okay, aber fliegen, naja. Autorotation klappte auch nicht weil ich den Heckrotor nochmals nach meinem ersten Crash nachjustieren musste, damit der Heli nicht selbständig nach rechts driftete. Somit blieb mir nur noch die Inbetriebnahme der Graupner MC-22, dafür klappte die sagenhaft gut. Das Gefühl für den Heli ist besser als bei der MC-12-er. Ich überlege mir, das Set aus MC-12 und Raptor 30 im Frühjahr für sFr. 700.- abzugeben und dafür einen Raptor 50 SE oder Titan zu kaufen. Dagegen spricht, dass ich mit dem Raptor so durchaus noch eine Saison fliegen kann und wahrscheinlich noch mehr Crashes erleben darf, die einem neuen Heli nicht förderlich wären.

Sonntag, November 19, 2006

Raptor 30 fliegt wieder

Samstagmittag auf dem Flugfeld. Der Heli hatte ich am Freitag bei mir Zuhause für den Schwebeflug justiert, nicht ohne dass ich das Steuergestänge für die Hauptrotorenblätter anpassen musste. Blattgewichte und -schwerpunkte waren bei beiden Holzrotorenblättern fast identisch. Samstagmittag auf dem Flugfeld nochmals den Heckrotor nachjustiert und das war's dann. Raptor flog ruhiger als vor dem Absturz. Ich hatte ja nie seit der Erstinbetriebnahme die Anstellwinkel der Rotorblätter kontrolliert. Muss ich mir merken. Zu mehr als ein paar Rundflügen und Pylonenaufnehmen hat es nicht gereicht. Die Inbetriebnahme der MC-22 wird verschoben, die Gaskurve ist bei Gaslow schon mit einem zu hohen Offset eingestellt, dass der Heli schon bei Mittelstellung des Gaslimiters fast abhebt. Andererseits muss die Gasvorwahl der MC-12 über eine der vier möglichen (Flug-)Phasen abgedeckt werden. Bei der MC-12 konnte ich den Pitch auch variable um +/- 25% ändern, was besonders bei kniffligen Geschicklichkeitsparcours genial war. Die Bedienungsanleitung mal durchblättern und schauen, ob mit einem Geber(Potentiometer) auf den Pitchkanal dies auch realisierbar wäre.

Samstag, November 04, 2006

Vierzehn Monate hats gedauert. Raptor abgestürzt

Es war ein kalter Herbstnachmittag. Ich packte neben meinem Heli noch die Trainingsringe und ein kleines Plastiktischen für meine Übungen ein. Zuerst einmal flog ich aber ein paar Rundflüge inklusive Gegenschweben zum meine neuen Pitchausschläge (-4 bis +12 Grad) auszuprobieren. Das ging wirklich besser als ich angenommen hatte. Endlich war ein richtiger Sinkflug möglich. Kurz vor dem Eindämmern präparierte ich die Ringe zum aufnehmen und das Tischchen. Währenddem mein Kollege mit seinem Vario bereits auf dem Tischchen parkierte, nahm ich mit den Kufen ein Ring nach dem anderen aus der Halterung. Danach war ich mit dem Tischchen dran. Ein paar mal war ich kurz vor dem aufsetzen. Ich wusste genau, dass ich nicht zu tief nach dem Überflug sein darf, die Länge meines Heckrohrs war genauso lang wie die Tischlänge. Wenn ich also tappste, konnte der Heckrotor beschädigt werden. Das wusste ich schon von den vorherigen Übungen mit dem Tisch, wo alles gutging. Nicht dieses Mal. Plötzlich knallten die Heckrotorblätter auf die Tischplatte und der Heli wirbelte um seine Achse Richtung Wald. Verflucht nochmal, ich erwischte nicht mal den Autorotationsschalter, bevor der Heli vom Wald aufgefangen wurde. War echt sauer auf mich. Zuhause Sichtung des ganzen. Ein Blick auf den Hubschrauber offenbarter defekte Hauptrotorblätter und Stabilisatorstange. Ob und wieweit davon auch die Hauptrotorwelle betroffen ist, wird sich zeigen, wenn ich diese ebenfalls ausgewechselt habe. Das ist ein gutes Stück Arbeit. Weiter mit der Analyse. Das Heckrohr wurde vom Aufprall auch arg in Mitleidenschaft gezogen und muss ebenso wie ein Teil der Heckrotorsteuerung ersetzt werden. Die Heckrotorwelle wird bei dieser Gelegenheit auch einer genauen Analyse unterzogen und bei Bedarf ausgewechselt. Jetzt kam die Elektronik dran und siehe da, das Servohorn für den Pitch war gebrochen. Das brachte mich zum Nachdenken über das, was wirklich passiert ist. Es könnte tatsächlich sein, dass dieses Servohorn die Ursache des ganzen war. Das Servohorn hatte ich noch für den erweiterten Pitchbereich modifiziert, indem ich das äusserte Einhängeloch aufbohrte. Gebrochen war es allerdings beim alten Befestigungsloch. Somit hätte auch der Autorotationsschalter wohl kaum mehr geholfen, weil ohne Bitch der Helikopter noch schwerer steuerbar ist. Übrigens wechselte ich schon mal dieses Servohorn aus weil ein Riss unmittelbar beim Bohrloch von mir entdeckt wurde. Was nun? Das ganze verdauen und reparieren. Vielleicht werde ich bei dieser Gelegenheit noch den Motorenlüfter ersetzen und ein Futaba S3152-er als Heckrotorsteuerung einsetzen. Und, ja, wenn es noch reicht, die neue Verschalung. Mein vor sechs Monaten bestelltes Crashkit wird nun gebraucht.

Donnerstag, November 02, 2006

Modifikationen am Heli

Wollte in den letzten paar Flugstunden die Autorotation besser einüben, es gelang mir nie richtig gut. Das Problem ist der negative Pitchwinkel, der mein Heli nicht aufweist. Der Pitch ist von 0 - 12 Grad eingestellt. Für die Autorotation, so erfuhr ich, muss ein negativer Pitch vorhanden sein, um mit einer schnellen Sinkgeschwindigkeit genügend Energie in die Rotorblätter zu bekommen, um mit dieser den Heli kurz vor dem Aufsetzen abzufangen. Deshalb habe ich den Raptor 30 so modifiziert, dass -4 - +12 möglich ist. Dazu musste ich neben den von ThunderTiger beschriebenen Schritte das Kugelgelenk am Servohorn weiter aussen befestigen müssen. Nun ist dieses Gelenk etwa 15 cm vom Drehmittelpunkt entfernt. Die andere, nicht so erfolgreiche Modifikation betrifft das Airbrushen des Gehäuses. Heckflosse und Querflossen plus Heckrotorblätter waren gut zu bekleben, aber die Kabinenhaube ist mühsam. Der Untergrund ist zu rauh, sodass die Collagen nicht genügend kleben und so gerät die Sprühfarbe beim Karomuster unter die Ränder. Abhilfe wäre entweder das Gehäuse mit Schleifpapier glatter zu gestalten, was aber nicht ohne Neuanfang jetzt möglic ist oder mit auftragbarem Kleber, der sich leicht wieder entfernen lässt, das Karo zu pinseln. Denke das ist was, was Erfolg verspricht. Für den T-Rex suche ich immer noch nach geeigneten Komponenten. Stand heute würde ich Futaba S3152 und G-400 Kreisel verwenden. Glaube dass S92XX-er und GY-401 Kreisel zu grob für meine Fähigkeiten sind. Andererseits bekommt man ein Futaba S9254 und ein GY-401 für knappe 199 Dollar bei Cyberheli, wobei anscheinend bei einem Garantiefall die europäische Futaba Niederlassung diese nicht gewährt. Habe noch Zeit, mir abschliessende Gedanken hierzu zu machen bis der Frühling da ist.

Dienstag, Oktober 10, 2006

Neuer Modellheli Typ Align T-Rex 600

Ein Schnäppchen für sFr. 480.- auf Ebay inklusive Regler, BEC und Motor ersteigert. Ein schönes Winterprojekt für mich. Bin gespannt nach meinen Episoden mit dem Ikarus Eco 8, ob es besser klappt als damals.

Donnerstag, Oktober 05, 2006

Neuer Dämpfer, neue Heckrotorabstimmung, Zeit für Autorotation

*Jubel*, endlich ist der neue Dämpfer für meinen Hubi angekommen. Habe ihn schon am Dienstag ausprobiert. Es handelt sich um den PV0102 von Thundertiger, ein 'Performance Exhaust'. Ist mir alles egal, hauptsache das Ding ist nicht so vibrationsempfindlich wie der Originalauspuff, wobei ich unterdessen eher glaube, dass sich dieser wegen der Wärme verformt. Erstaunt war ich vom Gewicht. Dürfte knapp hundert Gramm wiegen. Sieht dem Hatori 337 verblüffend ähnlich. Zusammen mit der Montage habe ich meine Teil- und Vollastnadeln neu eingestellt. Ich fliege deutlich fetter als mit dem Originalauspuff, der Grund ist mir noch nicht offensichtlich. Leistung ist mehr vorhanden.
Gestern las ich zum x-ten Mal die Anleitung für den Robbe Gyro G-300 durch und stellte das ATV für den Heckrotor bei nur 30% Gyrowirkung so ein, dass Vollausschlag nicht schon in der Mitte des Steuerknüppelweges (wie bis anhin) ist, sondern eben am mechanischen Anschlag. War heute ein Umgewöhnen, den Hebel so fest zu bewegen, dafür kann ich nun deutlich genauer und präziser das Heck steuern. Bei 70% Gyrowirkung funktioniert es ebenso. Angespornt probierte ich erstmals Autorotation aus. Seitdem ich gesehen habe, wie die Jungs bei den F3C Wettbewerben selbst kleine 30-er Helis in den Himmel scheuchen, ist bei mir der 'Knopf' geplatzt. Hoch und weit muss der Heli fliegen.Dann habe ich tatsächlich dreimal die Autorotation eingeschaltet. Einfach *GEIL* so zu landen, auch wenn es noch nicht richtig geklappt hat. Beim ersten Mal riss der Luftstrom zu früh ab, beim zweiten Mal ebenfalls. Der dritte Anlauf war erfolgsversprechender, jedoch wäre ich mitten im Acker gelandet und einen Meter ab Boden erzeugten die Hauptrotorblätter nicht mehr genügend Auftrieb. Das vierte Mal setzte der Heli ziemlich unsanft auf, ich gab sofort Gas weil ich befürchtete, dass er sich seitwärts neigen würde. Genug, war wieder einen Schritt weiter gekommen. Trotzdem, eben, *GEIL*. Bin richtig süchtig!