Sonntag, März 18, 2007
Einstellungen T-Rex 600 und..sehr windig
Wetter.com darf man vertrauen: Der angekündigte Wind war dann auch am Samstag da. Leider verpasste ich es, die Windgeschwindigkeit zu messen, misst man aber diese Stärke mit den Anzahl Flugversuchen, so dürfte der Wind sehr fest geblasen haben. Dazu noch die eisige Kälte in Südsibirien, da vergeht die Lust am fliegen. Trotzdem, Wagemutige hatte es unter uns einige gehabt. Ich für meinen Teil wollte nochmals das neue Raptorsetup ausprobieren und meinem Flugkamerad die Einstellungen des T-Rex 600 vorführen weil ich der Meinung war, dass der zuwenig Power hatte.
Tatsächlich vergass ich, dass sich die Heli im sogenannten Gouvernormodus betreiben lassen, was übersetzt nichts anderes als Konstantdrehzahl heisst. Und diese war bei mir, Programmiertechnisch bedingt, nicht so eingestellt. Auf meinem Pitch hatte ich aus die Gaskurve programmiert, die natürlich dafür sorgte, dass beim Sinkflug nicht nur das Gewicht dazu beitrag, dass der T-Rex förmlich durchsank, sondern auch die parallel dazu abnehmende Motorenleistung. Wir programmierten auf der Graupner MC-22 zuerst mal eine fast gerade Linie auf den Gasstick, damit ich mal ein Gefühl bekomme, was abgeht. Und tatsächlich, das Teil lief feiner, ruhiger. Alle Probleme weg. Das einzige, was bleibt: Die Nominaldrehzahl muss ich für die verschiedenen Flugphasen noch ausfliegen und danach auf einem separaten Geber programmieren. Ein solches Beispiel findet man, wenn man Geduld hat und genau liest, in der Bedienungsanleitung der MC-22. Es hat allerdings drei Nachteile: Es können nur pro Fluphase je ein Offsett definiert werden, und eine prozentuale Abweichung der Minimum- und Maximumwerte, so wie ich es heute auch schon auf meinem Raptor programmiert habe. Z.B. kann ich so die Grunddrehzahl um bis zu 10 % erhöhen oder verringern.
Der andere Nachteil: Es lässt sich keine nicht-lineare Kurve Programmieren, wo ich die Prozentualen Abweichungen drauflegen kann. Die Gaskennlinie ist nun mal nicht linear.
Dritter Negativpunkt ist die Tatsache, dass ich hierzu einen anderen Steuerfunktionskanal als der vorgesehene Kanal 6 nutzen muss. Wenn man sich das nicht bei Umbau- und Reparaturarbweiten merkt, kann ganz schön was schief gehen.
Zum Anfangen und Lernen reicht aber das beschriebenen aus, ich will ja lernen um danach mit Verbesserungen einen Schritt weiterzukommen. In der Graupner Bedienungsanleitung gibt es unter dem Thema 'Freie Mischer' aber genügend Stoff für mich, um eine bessere, aber auch komplexere Lösung zu gestalten. Allerdings muss ich mir die Beshreibungen mehrmals zu Gemüte führen. Graupner hat fantastisch schlecht die Bedienungsanleitung gestaltet.
Donnerstag, März 15, 2007
Zweiter Versuch mit T-Rex Abgleich und .. windiges Wetter auf Samstag
Nochmals den T-Rex kontrolliert aufgrund meiner Anmerkungen vom ersten Testflug. Das Spiel der Lagerwelle ist, verglichen mit dem des Raptors, dem gleich. Lies den Heli ohne Hauptrotorblätter aufdrehen, keine Vibrationen feststellbar, die Paddel scheinen in einer Linie zu laufen. Also klebte ich auf beiden Blätter zwei gleichlange und breite Klebbänder mit verschiedenen Farben drauf und konnte so den Spurlauf gut sehen. Tatächlich war dieser nicht ganz gleich. Gestänge angepasst und nun sind die Vibrationen ziemlich verschwunden, obwohl, ich denke es geht noch besser. Kann mir vielleicht die Blätter des Kollegen mal drauftun und oder die Hilfspaddel nochmals mit der genau gleichen Methode auf Spurgleichlauf testen. Zusätzlich kann ich nochmals die Paddellängen nachmessen.
Kommenden Samstag auf dem Flugplatz zeigen die Wetteraussichten auf viel Wind. Ideal für die dritte Testrunde mit dem T-Rex 600.
Dienstag, März 13, 2007
Walkera 52 ade, willkommen Walkera 64C
Der Walkera 52 gibt es auch noch in einer teueren Ausführung, wo der Heckrotor mittels Servo gesteuert und mit dem Riemen vom Hauptrotor angetrieben wird. Weiter hat der 64B eine dickere Hauptrotorwelle, der alle Rotorköpfe aus Alu, Empfänger, Gyro und BEC sind alles Einzelkomponenten, d.h. auswechselbar was Upgrades leichter macht. Das Hauptantriebsrad hat schräge Flanken für bessere, präzisere Kraftübertragung. Kommt auch mit Fernsteuerung. Ist nicht mal doppelt so teuer im Multipack wie der 52-er, aber Welten an Präzission und Robustheit gegenüber dem 52-er Modell. Nachteil: Gyro lässt sich nur manuell am Gerät selber einstellen. Aber hey, man kann ja einen anderen Microempfänger dranschrauben wenn man keinen Kanal für den neuen von der Fernsteuerung einstellbaren Gyro mehr hat.
Das Teil könnte sich als Alternative, typisch Schweizerisch, so schön in der Mitte von allen Möglichkeiten, herauskristallisieren.
Erster Schwebeflugversuch mit dem T-Rex
Gewöhnungsbedürftig: Das turbinenartige Geräusch des Motors. Man erwartet eigentlich Rauch und Geknatter stattdessen. Der erste Schwebeversuch ging gut. Natürlich sind noch diverse Einstellungen zu machen und zu überprüfen. So habe ich spürbare Vibrationen im Hauptrotor, die ich näher anschauen muss. Leider hatte ich die Rotorblätter nicht farblich markiert, es viel mir schwer so zu erkennen, ob die Blätter in der gleichen Laufbahn sind. Selbes gilt für die Paddels. Die Gestänge sind bis auf ein paar hundertstel genau gleich lang, also daran kann es nicht liegen.
Ebenfalls habe ich ein leichtes Spiel um die Hochachse der Hauptrotorwelle bemerkt, Ursache unbekannt, Fertigungstoleranz oder ich habe was beim Einbau übersehen.
Der GY401 ist um Dimensionen besser als der Robbe 3D, den ich beim Raptor eingebaut habe. Die Empfindlichkeit lässt sich beliebig ändern, ohne dass das Heck abdriftet und mittels Trimmung wieder nachgestellt werden muss.
Freitags geht es dann hoffentlich in die zweite Einstellrunde, bis dann ist noch Ursachenforschung und -beseitigung angesagt. Aber das Teil war trotz Vibrationen schon sehr präzise zu steuern. Fast unheimlich präzise.
Montag, März 12, 2007
T-Rex 600 ist bereit für die erste Inbetriebnahme
Pitch- und Throttlekurve habe ich angepasst, Akku befestigt, Motorenregler programmiert, Taumelscheibe ausgemessen, Servowege angepasst, GY401 initialisiert. Sollte eigentlich für morgen abend alles stimmen, um auf dem Platz die ersten Hüpfer zu versuchen. Muss mir allerdings noch eine Checkliste machen, was ich während dem und nach dem Test alles überprüfen muss.
EP 100 und seine Varianten
Wie ich gestern schon herausgefunden habe, bieten mehrere (Modellhubschrauber-)Firmen das Modell an mit unterschiedlichen Preisen. Beispielsweise ist der Mini-Zoom um die $99, währenddem andere den EP-100 Pro ab $179 anbieten. Wichtig ist das Pro: Die Pro-Version ist die GFK-CNC-Version, also viel Metall und GFK, währenddem das fehlende Pro auf die Plastikversion hindeutet. Die Plastikversion hat den Rahmen ähnlich der Mikado Serien.
Sonntag, März 11, 2007
Tschüss Walkera Dragonfly 52, willkommen Mini-Zoom
Heute habe ich meinen defekten Dragonfly auseinandergenommen und mir so meine Gedanken gemacht. Das die Elektronikbauteile so schnell Defekte zeigen, mag hoffentlich Zufall sein. Aber es gibt für mich nach der kurzen, aber intensiven Zeit mit dem Modell einige Dinge, die mich störten:
- Heckrotor wird nicht kollektiv vom Hauptrotor angetrieben, sondern mit einem Motörchen
- Zusammen mit dem 6-1 Empfänger (Gyro, Empfänger, BEC und drei Servoausgänge) konnte ich nie ein Setup finden, dass mir behagte.
- Die Fernsteuerung war gewöhnungsbedürftig hinsichtlich der Einstellmöglichkeiten, mir wäre es lieber gewesen, mit meiner eigenen Fernsteuerung zu arbeiten. Leider ist dies nicht möglich, weil der verwendete PCM-Modus mit Futaba nicht kompatibel ist und ich denke mit meiner Graupner / JR auch nicht, da ist das weitere Manko, dieses Set nur im 35MHz Modus zu bekommen, hinfällig.
- Die Ersatzteile sind in der Schweiz sehr teuer, die Qualität aber sehr bescheiden hinsichtlich Festigkeit.
- Bedienungsanleitung ist sehr trivial gehalten, Fragen zu Pitch- und Rotorengeschwindigkeit werden nicht beantwortet, 'try-and-error'.
- Nur Plastik und Aluminium wird für den Rotorkopf und Rahmen verwendet
- Ausbaubarkeit ist begrenzt, entweder man kommt mit dem zurecht, was man kriegt oder man lässt es sein.
War ein ganz netter Tag auf dem Flugplatz
Ich mag mich noch an den September 2006 erinnern, als ich an einer Landesmeisterschaft für Anfänger in F3C war und die Höhe bewunderte, die die Piloten mit ihren 30-ern Maschinen einnahmen für ihre Flugfiguren. Ich nahm mir vor, bis Ende 2007 auf dieser Höhe auch fliegen zu können. Vergangenen Freitag und Samstags flog ich auf dieser Höhe und es macht enorm Spass, sich in so grosse Luftraum zu bewegen. Die U-Turns waren noch ein bisschen unrund, die Umgewöhnung an den Headinghold-Modus tat seines daran, die Tips eines erfahrenen Piloten halfen mir, runder zu fliegen. Es hätte noch besser sein können, beispielsweise das fliegen von Kreisen oder den Rundflug andersrum. Aber dafür war ich zuwenig wach. Reichte noch für Pylonenaufnahme, danach war dann Schluss.
Vergleicht man den Robbe 3D Kreisel mit dem Futaba GY401, so liegen nicht nur Jahre dazwischen. Der 3D Kreisel kämpft kontinuierlich mit der Präzision, je nach Empfindlichkeit wird die Heckrotorsteuerung kleiner. Um die Steuerfolgsamkeit zu wahren, musste ich mit ATV und Maximalweg arbeiten, sodass der Steuerausschlag nach 100% Kreiselempfindlichkeit ebenso gewährleistet ist als auch bei unter 50%. Damit reduziert sich der Knüppelweg für den Vollauschlag bei 100% Kreiselempfindlichkeit ein bisschen, aber es ist machbar. Der GY401 kennt das Phänomen nicht. Am besten stellt man für Normal, Idle1 und Idle2 die Kreiselempflindlichkeit einmalig ein und justiert danach den maximalen Servoarmweg. Prompt vergass ich heute beim ersten U-Turn, dass das Heck durch die Modifikationen viel schneller reagierte und kreiselte 270% statt nur die 180. Aber ich konnte den Heli gut abfangen.
Auch in unserem Klub ist eine Zunahme der Helipiloten zu verzeichnen. Als ich Anfing, waren zwei Vielflieger und ein Anfänger. Heute sind es mindestens sieben Stück, die fliegen. Die einen regelmässiger als die anderen.
Die Modifikationen am Raptor betreffend Schwebepitcheinstellungen waren auch erfolgreich. Beim Beschleunigen für die U-Turns fehlt mir aber noch die Leistung, die ich allerdings denke gefunden zu haben: Bei Vollgas habe ich plus 12 Grad Pitch drin. Theoretisch wäre dies nach Empfehlung von Raptor für 3D geeignet, aber weil meine Gaskurve exakt sich mit der Pitchkurve überschneidet, die Gasannahme aber stets ein bisschen verzögert stattfindet, sinkt bei Vollgas die Rotorendrehzahl hörbar ab. Also konsultierte ich wieder die Raptor Bedienungsanleitung und sah auf einer unscheinbarer Seite die Empfehlungen für Maximal-, Schwebe- und Minimalpitch bei den Phasen N0rmal, Idle1, Idle2 und Hold. 9 Grad wäre etwa für den Rundflug als Maximalpitch angebracht, -4 für Minimal-, resp. 5,5 Grad für Schwebepitch. Zusätzlich zu diesen Pitcheinstellungen werde ich das Gas ein bisschen vorlaufend zur Pitchkurve machen, damit die steilere Winkelanstellung einer höheren Drehzahl hintennachstellt. Bin gespannt, ob es so besser funktioniert.
Ansonsten nichts besonderes auf dem Fluplatz ausser viel Wind, wenig Sonne und zwei Flieger, die sich ins Erdreich budelten.
Montag, März 05, 2007
T-Rex Weiterentwicklung - Fertig bepinselt
Letzte Woche war echt mühsames Wetter somit ideal um weiter an dem T-Rex 600 zu arbeiten. Neben der elektrischen Verkabelung und Positionierung der wichtigsten Elektronikkomponenten plus Programmierung der Fernsteuerung blieb mir noch Zeit für die Bemalung der Flugteile.
Am meisten haben mich die für die Leitwerke benutzten Imbusschrauben genervt. Irgendwo ist Align das Geld oder die Fantasie ausgegangen, ansonsten hätten sie sicher Senkschrauben verwendet oder aber normale Kugelkopfschrauben und in den Plastikteilen Vertiefungen angebracht. Das holte ich nach mit Senkbohrer und Senkschrauben. Allerdings bin ich immer noch nicht zufrieden, weil bei dem Querleitwerk Blechschrauben genommenw werden müssen, währenddem bei Seitenleitwerk metrische zum Einsatz kommen. Da konnte ich bisher nur Philipsschrauben und normale Schrauben organisieren, notabene für entweder das eine oder andere.
Bei der Haube störte mich die Risse, die sich schon in der (laminierten?) Haube abzeichneten. Jetz angestrichen sind sie nicht mehr so sichtbar.
Beim Hauptrotor w
echselte ich den Plastikpitchkompensator gegen einen Metallenen aus, plus 1,2Gramm mehrgewicht. Den 'Teller' oben auf dem Hauptrotor brachte nochmals ein paar Gramm mehr, die Hauptrotorhalter aus Metal etwa insgesamt zehn Gramm, der Hekrotoranlenkhebel aus Metal nochmals 1,2Gramm.
Meine Flugzeit sollte sich dadurch theoretisch um etwa 25 Sekunden vermindern.
Ich bemalte alle Leitwerke, die Haube und die Kufenträger. Auf der Haube und dem Höhenleitwerk sind insgesamt fünf asiatische Zeichen mit Aquarellfarbe sichtbar. Die drei auf der Haube links und rechts stehen für Stärke, Umsicht und Respekt, die zwei auf dem Höhenleitwerk für Geist und Seele.
Beim Hauptrotor w
echselte ich den Plastikpitchkompensator gegen einen Metallenen aus, plus 1,2Gramm mehrgewicht. Den 'Teller' oben auf dem Hauptrotor brachte nochmals ein paar Gramm mehr, die Hauptrotorhalter aus Metal etwa insgesamt zehn Gramm, der Hekrotoranlenkhebel aus Metal nochmals 1,2Gramm.
Meine Flugzeit sollte sich dadurch theoretisch um etwa 25 Sekunden vermindern.
Ich bemalte alle Leitwerke, die Haube und die Kufenträger. Auf der Haube und dem Höhenleitwerk sind insgesamt fünf asiatische Zeichen mit Aquarellfarbe sichtbar. Die drei auf der Haube links und rechts stehen für Stärke, Umsicht und Respekt, die zwei auf dem Höhenleitwerk für Geist und Seele.
Dienstag, Februar 20, 2007
Flieg Raptor, flieg und: Es entsteht ein T-Rex 600
Zwölf Grad und Sonnenschein. Wer da nicht fliegen geht ist selber schuld. Ich tat es. Zuerst justierte ich den Blattlauf der Hauptrotorblätter. Die schwarze Auffangwand unserer Kompostierablage tat dabei als Kontrastfarbe gute Dienste. Danach den Kreisel neu justieren weil ich über das Wochenende den Heckantriebsriemen neu spannte (ein grosses Danke an meinen Kollegen) und dadurch die Hecksteuerung sich verschob.
Danach gings los. Zuerst versuchte ich mal einige Figuren von http://www.f3c.ch, und zwar die Beginner- / Newcomerfiguren. Ist noch schwierig in der vorgegebenen Höhe zu schweben resp. sich rückwärts zu bewegen. Vielleicht war ich aber auch zu hoch, ca. 10m. Egal, für das erste Gefühl reicht es. Danach ein paar Rundflüge, Gegenschweben und sogar Kreise lagen drin. Bis mir der Wind deutsch gesagt während dem langsamen Kreisfliegen in den Hintern blies und prompt den Heli ins wackeln brachte. Konnte ihn aber auffangen. Dann die Turns. Die gehen schon ganz flüssig vonstatten, allerdings erst von links nach rechts. Umgekehrt wieder mal der berüchtigte 'Hemmer'. Als letztes ein paar Punktelandungen, danach zottelte ich zufrieden nach Hause.
Zuhause endlich die Teile aus Taiwan für meinen T-Rex 600. Ein paar edle Metallteile, z.B. das T-Steuerstück des Heckrotors, den Bremsteller vom Hauptrotor und andere schöne Teile. Das Futaba S9254 montierte ich gerade umgekehrt als es Align vorschrieb. Ich weiss dass bei Helis die Gewichtsverteilung links / rechts nicht sosehr ins Gewicht fällt, aber irgendwie hat das bei mir auch immer einen ästetischen Hintergrund. Als dann alles soweit mintiert war, fing ich mit der Arbeit für die Bemalung der Teile an. Dazu später mehr.
Walkera Dragonfly 52 - Mehr beschädigt als ich dachte
Für meine Memoiren: Kleine Helis machen Spass, aber irgendwie mögen die mich nicht. Meinte ich noch in einem früheren Blog, dass beim letzten Absturz nur mechanische Teile beschädigt wurden, kämpfe ich seitdem mit einem zeitabhängigen Fehler: Nach einer gewissen Zeit reagieren beide Motoren nicht mehr. Nachdem ich zuerst die Fernsteuerung vermutete, bin ich heute eher der Meinung, dass der Empfänger einen Schlag bekommen hat vom Sturz und nun auf Wärme reagiert. Auch Vollgas liegt nicht mehr drin. Weiss gerade nicht weiter, wahrscheinlich kaufe ich mir einen neuen Empfänger oder warte, bis ich einen gleichen Typ zum Vergleichen habe.
Montag, Februar 05, 2007
Erster richtiger Flug des Dragonfly 52 ohne Trainingsgestell
Es war windig als ich erstmals den Dragonfly ohne das Landekreuz vom Boden abhob. Wild turnte der Hubschrauber im Wind herum, jedoch kontrollierbar. Tatsächlich schaffte ich mehrere gelungene Bodenlandungen aus der Schwebeposition heraus. Als Elektroantriebsanfänger unterschätzte ich am Schluss jedoch die Kombination von Windböe und nachlassender Akkuleistung. Das Resultat war ein Absturz aus einer Meter Höhe. Stabistange wie auch die Hauptrotorwelle scheinen verbogen zu sein. Die Hauptrotorwelle stellt den eigentlichen Schwachpunkt der ganzen Konstruktion dar. Sie dürfte auch für den normalen Betrieb aus härterem Material bestehen. Sonst macht der Hubschrauber erstaunlich viel her. Ein richtiger Feierabendhubschrauber halt.
Sonntag, Februar 04, 2007
Zum Thema wer billig kauft, kauft zweimal
In vielen (Online-) Diskussionen wird die Frage gestellt, ob man denn mit der Ausrüstung X auch Helifliegen kann.
Ausrüstung X kann in der Definition breit gestreut sein. Es gibt solche, die wollen mit einem Komplettset von ein paar hundert Euro das Helifliegen erlernen, andere wiederum definieren so eine Ausrüstung bei tausend Euro. Viele langjährige Modellflieger antworten dann lapidar mit 'Wer billig kauft, kauft zweimal' und stellen locker eine Ausrüstung um mehrere tausend Euro dem Anfänger zusammen.
Ich finde, dieses Verhalten entspricht dem allgemeinen Verhalten unserer heutigen Zeit: Man gibt keinem die Möglichkeit, sich seine Erfahrungen, und seien sie noch so negativ, selber anzueignen. Wie der Sozialstaat den mündigen Bürgern das Denken abnehmen will, wollen wir andere davon abhalten, anders zu denken und zu versuchen.
Hat Federer, Schneider, Bielmann und Co. mit Topausrüstung ihre Karrieren begonnen? Kurvte Schumi als Anfänger auf einer Formel 1 Strecke herum? Wohl kaum, sie wären trotz ihres Talents damit überfordert gewesen. Wieso soll dann ein Anfänger mit einer solchen Topausrüstung nicht auch überfordert sein? Also lieber zweimal kaufen, und das zweite Mal weiss man, was man braucht.
Neben meinen Flugregeln, die natürlich vorallem für die Änfänger gelten, hier meine Regeln für einen gelungenen Start in das Hobby:
- Keine Regeln, auch diese hier, nicht 1:1 umsetzen, sondern Varationen nach persönlichem Geschmack und Bedürfnis einbauen, sofern damit nicht die Sicherheit anderer beinträchtigt ist.
- Je grösser das Flugmodell, desto ruhiger liegt es in der Luft. Somit ist es auch besser beherrschbar.
- Ein Simulator kann ebenso zum Erfolg beitragen wie ein erfahrener Modellpilot, der einem auf dem Flugfeld unterstützt.
- Das Modell nicht durch einen Fachhändler zusammenbauen und einstellen lassen. Die gewonnene Erfahrung, wenn man diesen Teil selber macht, ist die Grundlage für das Hobby. Die Zeit sollte man sich nehmen
- Zuviele Funktionen und Hilfsmittel nehmen einem das Denken ab. Früher flogen diese Teile ohne Kreisel und andere Unterstützung schliesslich auch.
- Keinesfalls Occassionen kaufen von anonymen Quellen. Lieber auf einem Modellflugplatz nach Angebote fragen
- Modellhubschrauber sind gefährliche Waffen in Händen von Anfänger. Niemals in Wohngebieten üben. Die eigene Funkfrequenz kann benachbarte Flugvereine deren Mitglieder stören. Also stets absichern.
- Geduld, Neugierde und ein bisschen Mut braucht es für das Hobby. Dann kommen die Erfolge von alleine
- Neben dem Fliegen nimmt ein grosser Teil die Wartung der Gerätschaften ein. Diesen Punkt darf keinesfalls auch aus Sicherheitsicht, unterschätzt werden.
- Schlüter, ein begnadeter Pioner des Modellhubschrauberzeitalters, schrieb in seinen zahlreichen Büchern, dass ein Anfänger nach etwa zwei Jahren perfekt Schweben kann. Also keine überambitionierte Ziele stecken, sondern die der kleinen Schritte verfolgen.
Samstag, Februar 03, 2007
Wieder mal windig - Aber der Dragonfly 52 meistert es
In Südsibirien war es enorm windig. Manchmal nerve ich mich darüber, dass unsere Piste auf der falschen Seite des Waldes steht. Entsprechend kalt war es und wenig geflogen wurde. Mein Raptor prügelte ich um den Rundkurs, die Seitenwinde liesen die Heckrotorsteuerung alt aussehen. Also erhöhte ich kurzzeitig die Drehzahl und damit war mein Heli steuerbar. Der Clou war allerdings mein neuer Walkera Dragonfly 52. Obwohl nur für Inhouse bestimmt, startete ich ihn auf dem Flugplatz bei Wind. Zu meinem eigenen Erstaunen lag er ruhig in der Luft. Die kurze Vorführung hinterliess Spuren, jetzt wollen sechs Clubmitglieder auch so ein Teil haben. Ist halt auch Frauenkompatibel: Kein grosse, schmutziges und lärmiges Teil.
Dienstag, Januar 30, 2007
Walkera Dragonfly 52 - So klein und schon in Behandlung
30cm an Länge, vollgepackt wie ein richtiger Modellheli. Einfach in Miniature. Gedachte Vorgehensweise war: Walkera Dragonfly 52 kaufen, aufsetzen, fliegen, Freude haben. Ende. Kam nicht so: Walkera Dragonfly 52 kaufen, versuchen aufzusetzen, fliegen ging schief. Paddelstange, Hauptrotorwelle und -blätter zerschlissen. Ersatzteile von RC-Thomas.ch besorgt, die sind dort ziemlich günstig, und die genannten Teile ersetzt mit dem Resultat, dass eine Unwucht es unmöglich macht zu fliegen. Rotorblätter demontiert, Paddel und -stange demontiert, laufenlassen. Geht. Paddelstange dran; geht.
Paddel dran: Geht nicht. Fluchtig gemacht, geht. Rotorblätter montiert und die Unwucht ist wieder da. Da habe ich abgebrochen. Werde die Minirotorenblätter mal versuchen auszutarieren.
Wenigstens ist die Haube einigermassen mit Airbrusch gelungen, obwohl ich sie mir anders vorgestellt hatte. Aber die Fläche ist schwer mit Farbe präzise zu bespritzen.
Samstag, Januar 20, 2007
Nach Heckservogestängeumbau auf dem Flugplatz
Sturmtief Kyrill verblasste langsam, ab auf den Flugplatz. Zuerst das Heckservo resp. den Gyro eingestellt weil ich auf diesen Tag das alte Robbe S3010 gegen das Futaba S9254 und die Anlenkstange ausgetauscht hatte. ATV verändert und dann gings ab. Der Kreisel ist erst so nach etwa einer halben Stunde auf Platz richtig 'warm', heisst idie Temperaturunterschiede vom Raum ins Freie lassen den Kreisel 'driften'. Ohne dies zu berücksichtigen schraubt man ständig an Heckrotoransteuerung.
Die Hauptrotorblätter sehen ziemlich parallelaufend aus, ich muss das nochmals verifizieren. Weil der Heli auch beim beschleunigen kaum vibriert, gehe ich davon aus, dass das Grundsetup nicht schlecht ist.
Gut in Laune nochmals Gegenschweben geübt: Von links eindrehend gegen rechts, von rechts eindrehend gegen links. Diese beiden Übungen haben mir letztmals Mühe bereitet, ich ging immer von links gegen rechts und dann, wenn der Heli mich anschaute, wieder links raus. Motiviert startete ich zum Rundflug. Vor der Kurve zog ich am Nick, was einen Steilflug zur Folge hatte, fing ihn 'quer' ab und drückte den Heli Ende der Kurve wieder auf die normale Flubahn runter. Das macht echt Spass wie Autorotation.
Autorotation und Kreisflug versuche ich nächstes mal wieder. Insgesamt ein guter Trainings-(Vor-)mittag.
Donnerstag, Januar 18, 2007
Futaba S9254 Servo, Robbe G3D Gyro und die blöden Masse
Vor etwa einem halben Jahr habe ich die Hecksteuerung komplett umgebaut auf die Direktansteuerung. Dabei jedoch verbog ich die gelieferte Stange, damit ich mein Heckservo mittig unterhalb der Heckrohraufnahme platzieren konnte. Mit der Inbetriebnahme des Heading Hold fähigen Gyros gab's den Ratschlag, mindestens ein Digitalservo für die Hecksteuerung zu verwenden und nicht das S3001. Weil die Ansteuerungstange von Thundertiger (PV0345) verbogen war, kaufte ich mir Federstahl mit 2mm Querschnitt und ein Schneideisen, um mir das Gestänge billig selber zu bauen. Glücklicherweise entdeckte ich noch ein von der alten Servoansteuerung vorhandenes Gestänge, das von der Länge ideal passte. Beim Messen des Stangendurchmessers erstaunen: 2,24mm Durchmesser gemessen am Gewinde, die Stahlstange selber 2mm. Sollte das 1/12 Inch sein? M2 Gewinde geschnitten und voilà, Tundertiger Kugelgelenkaufnahme ist zu gross, also eins von Ikarus Eco 8 nehmen. Leider misst der Kugelkopf von Thundertiger auch seine 4,8mm, ist also zu gross. Mit der Kugelreibale von Graupner wird die Gelenkpfanne von Ikarus passend gemacht. Dann beim Händler PV0345 von Thundertiger bestellt. Stellt sich die Frage, wie sich die anderen mit dieser Problematik anstellen.
Dienstag, Januar 16, 2007
90 Minuten und die Anwendung der goldenen Regeln
Ich habe meine Goldenen Regeln, Punkt 'Sei sicher, dass alles hält' nicht berücksichtigt. Ich wunderte mich während dem Flug, wieso der Silikonauspuffschlauch zusammen mit dem Auspuffdämpfer so schüttelt und plötzlich ich über die Mittenstellung fahren muss, damit der Heli abhebt. Aha, die Rotoblätter sind nicht gleichauf, nachjustiert. Dämpfer und Schlauch vibrieren immer noch. Und ich muss immer noch zuviel Gas geben, bis das Ding abhebt. Es muss also an der Auspuffbefestigung liegen, was es dann auch war. Es kann sein, dass die Unwucht verursacht durch die Rotorblätter die Vibrationen ausgelöst hat. Der Heli schwebt nun bedeutend ruhiger in der Luft. Schön.
Ansonsten Gegenschweben. Bislang drehte ich gegen den Uhrverlauf ein und mit dem Uhrverlauf aus (von oben auf den Heli gesehen), ich versuchte nun alles gegen den Uhrverlauf zu machen. Ging so. Aber alles umgekehrt, im Uhrzeigersinn unmöglich. Da blockiere ich mental.
Die Rundflüge in der Luft um etwa fünf Meter angehoben, jetzt fliege ich um die 13 Meter über Erde. Keine Chance wenn das Ding steht zu orten, wie seine Fluglage ist. Helfen nur zwei Dinge:
Bewusst einen Achse bewegen oder Goldene Regel anwenden: Pitch und Gas erhöhen und schauen, wohin das Ding fliegt.
Zwischendurch im Heading Hold Modus geflogen, das Flugbild war bei Rundflügen schrecklich. Langsam gefällt mir dieser Modus zusehends.
Samstag, Januar 06, 2007
Heading Hold mit Robbe 3D Kreisel, Mikrohubschrauber bestellt
Diese Woche hatte ich viel zu tun. Der GY401 und das S9254 Servo musste im T-Rex 600 eingebaut werden. Das erste mal, wo ich mit einem Heading-Hold fähigem Kreisel zu tun hatte. Beeindruckt hat mich aber das schnelle Servo. Weil ich mit dem T-Rex Setup nicht die ersten Erfahrungen im Bereich Heading-Hold fliegen sammeln wollte, montierte ich ein von einem Kollegen mir geschenkten Robbe 3D Kreisel, der auch Heading-Hold kann. Schätze es war der Vorgänger des heutigen G400. Schon das Setup war ungewöhnlich, aber nachvollziehbar. Ich war gespannt, wie sich dieser Modus fliegen lässt.
Nach den ersten negativen Erfahrungen mit Kleinhelikoptern (Ikarus Eco 8, Spiwa o.ä. 2-Kanal Heli) schaute ich nach einem Kleinstheli, den ich auch in der Wohnung fliegen kann. Ein Koaxialheli wie der trendige Silverit mag ich nicht, ich will was mit vier Kanälen. Bei Walkera wurde ich fündig resp. dessen Chinesische Vertretung.
Ist nur dreissig Zentimeter an Länge, weist aber richtige Servos (jaaa), einen Gyro und Li-Po Batterien aus. Kommt sogar mit einer 35MHz Fernsteuerung. Bin wirklich gespannt. Ein Clubkollege von mir wird sich vielleicht auch so einer zulegen, wenn er sieht, dass ich damit zurechtkomme.
Auf dem Flugplatz war es heute ziemlich windstill. Langweilig, jedoch Ideal um das Setup mit dem HH-Gyro Robbe 3D fertigzustellen. Zuerst betrieb ich den Raptor im normalen Kreiselmodus. Natürlich plus drei Meter Höhe mehr als das letzte Mal. Jetzt ist die Flughöhe ideal für weitere Figuren. Danach schaltete ich in den Heading-Hold (HH) Modus um. Das Gehirn muss sich arg umgewöhnen. Die ersten zaghaften Rundflüge gestalteten sich als Eckflüge. Wie alle sagen; vergisst man aktiv das Heck zu steuern, kriegt man das Teil nicht aus der Kurve. Und selbst dann muss man das Heck so präzisse anstellen, dass der Heli in einer Linie fliegt. Denke hier ist die Schrittauflösung des Servos entscheidend. Erstaunlicherweise aber funktionierte das schräge Rückwärtsfliegen mit dem Robbe S3001 Heckservo einwandfrei. Kein Ruckeln oder zuckeln. Stoische Ruhe. Vielleicht ändert sich dass wenn mehr der Wind bläst?
Abschliessend war es wieder eine enorm lehrreiche Woche.
Dienstag, Januar 02, 2007
Gyro mit Heading Hold Modus im Raptor eingebaut und erste Simulationen
Wau! Endlich baute ich den Robbe 3D Gyro im Raptor ein, der Heading Hold Modus unterstützt. Ich zögerte lange, sowas einzubauen, weil ich der Funktion eines Headinghold Kreisels nicht vertraut war. Im Internet kursieren diverse Erklärungen dazu, allerdings finde ich diese am besten. Unter Zugabe der offiziellen Anleitung für den Futaba GY401 wagte ich es nun am Simulator diese Einstellung zu aktivieren. Es ist schon komisch, wenn sich das Heck partout nicht aus der eingeschlagenen Position ohne Gegenbewegung am Heckknüppel wegrangieren lässt. Plötzlich sind Dinge einfacher möglich, beispielsweise der Quer- oder Rückwärtsflüge. Obwohl, ich vermisse die kleinen Korrekturen am Heck beim normalen Kreisel in solchen Situationen. Bin aber überzeugt, dass gerade im 3D-Bereich diese Funktionalität eine enorme Erleichterung darstellt. Nicht nur das, ich denke jeder Anfänger kriegt Schweissausbrüche beim ersten Rundflug im Heading Hold Modus wenn er das Heck aktiv mitsteuern muss. Bin gespannt wie es mir auf dem Flugplatz ergeht.
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