Dienstag, Februar 20, 2007

Flieg Raptor, flieg und: Es entsteht ein T-Rex 600

Zwölf Grad und Sonnenschein. Wer da nicht fliegen geht ist selber schuld. Ich tat es. Zuerst justierte ich den Blattlauf der Hauptrotorblätter. Die schwarze Auffangwand unserer Kompostierablage tat dabei als Kontrastfarbe gute Dienste. Danach den Kreisel neu justieren weil ich über das Wochenende den Heckantriebsriemen neu spannte (ein grosses Danke an meinen Kollegen) und dadurch die Hecksteuerung sich verschob. Danach gings los. Zuerst versuchte ich mal einige Figuren von http://www.f3c.ch, und zwar die Beginner- / Newcomerfiguren. Ist noch schwierig in der vorgegebenen Höhe zu schweben resp. sich rückwärts zu bewegen. Vielleicht war ich aber auch zu hoch, ca. 10m. Egal, für das erste Gefühl reicht es. Danach ein paar Rundflüge, Gegenschweben und sogar Kreise lagen drin. Bis mir der Wind deutsch gesagt während dem langsamen Kreisfliegen in den Hintern blies und prompt den Heli ins wackeln brachte. Konnte ihn aber auffangen. Dann die Turns. Die gehen schon ganz flüssig vonstatten, allerdings erst von links nach rechts. Umgekehrt wieder mal der berüchtigte 'Hemmer'. Als letztes ein paar Punktelandungen, danach zottelte ich zufrieden nach Hause. Zuhause endlich die Teile aus Taiwan für meinen T-Rex 600. Ein paar edle Metallteile, z.B. das T-Steuerstück des Heckrotors, den Bremsteller vom Hauptrotor und andere schöne Teile. Das Futaba S9254 montierte ich gerade umgekehrt als es Align vorschrieb. Ich weiss dass bei Helis die Gewichtsverteilung links / rechts nicht sosehr ins Gewicht fällt, aber irgendwie hat das bei mir auch immer einen ästetischen Hintergrund. Als dann alles soweit mintiert war, fing ich mit der Arbeit für die Bemalung der Teile an. Dazu später mehr.

Walkera Dragonfly 52 - Mehr beschädigt als ich dachte

Für meine Memoiren: Kleine Helis machen Spass, aber irgendwie mögen die mich nicht. Meinte ich noch in einem früheren Blog, dass beim letzten Absturz nur mechanische Teile beschädigt wurden, kämpfe ich seitdem mit einem zeitabhängigen Fehler: Nach einer gewissen Zeit reagieren beide Motoren nicht mehr. Nachdem ich zuerst die Fernsteuerung vermutete, bin ich heute eher der Meinung, dass der Empfänger einen Schlag bekommen hat vom Sturz und nun auf Wärme reagiert. Auch Vollgas liegt nicht mehr drin. Weiss gerade nicht weiter, wahrscheinlich kaufe ich mir einen neuen Empfänger oder warte, bis ich einen gleichen Typ zum Vergleichen habe.

Montag, Februar 05, 2007

Erster richtiger Flug des Dragonfly 52 ohne Trainingsgestell

Es war windig als ich erstmals den Dragonfly ohne das Landekreuz vom Boden abhob. Wild turnte der Hubschrauber im Wind herum, jedoch kontrollierbar. Tatsächlich schaffte ich mehrere gelungene Bodenlandungen aus der Schwebeposition heraus. Als Elektroantriebsanfänger unterschätzte ich am Schluss jedoch die Kombination von Windböe und nachlassender Akkuleistung. Das Resultat war ein Absturz aus einer Meter Höhe. Stabistange wie auch die Hauptrotorwelle scheinen verbogen zu sein. Die Hauptrotorwelle stellt den eigentlichen Schwachpunkt der ganzen Konstruktion dar. Sie dürfte auch für den normalen Betrieb aus härterem Material bestehen. Sonst macht der Hubschrauber erstaunlich viel her. Ein richtiger Feierabendhubschrauber halt.

Sonntag, Februar 04, 2007

Zum Thema wer billig kauft, kauft zweimal

In vielen (Online-) Diskussionen wird die Frage gestellt, ob man denn mit der Ausrüstung X auch Helifliegen kann. Ausrüstung X kann in der Definition breit gestreut sein. Es gibt solche, die wollen mit einem Komplettset von ein paar hundert Euro das Helifliegen erlernen, andere wiederum definieren so eine Ausrüstung bei tausend Euro. Viele langjährige Modellflieger antworten dann lapidar mit 'Wer billig kauft, kauft zweimal' und stellen locker eine Ausrüstung um mehrere tausend Euro dem Anfänger zusammen. Ich finde, dieses Verhalten entspricht dem allgemeinen Verhalten unserer heutigen Zeit: Man gibt keinem die Möglichkeit, sich seine Erfahrungen, und seien sie noch so negativ, selber anzueignen. Wie der Sozialstaat den mündigen Bürgern das Denken abnehmen will, wollen wir andere davon abhalten, anders zu denken und zu versuchen. Hat Federer, Schneider, Bielmann und Co. mit Topausrüstung ihre Karrieren begonnen? Kurvte Schumi als Anfänger auf einer Formel 1 Strecke herum? Wohl kaum, sie wären trotz ihres Talents damit überfordert gewesen. Wieso soll dann ein Anfänger mit einer solchen Topausrüstung nicht auch überfordert sein? Also lieber zweimal kaufen, und das zweite Mal weiss man, was man braucht. Neben meinen Flugregeln, die natürlich vorallem für die Änfänger gelten, hier meine Regeln für einen gelungenen Start in das Hobby:
  • Keine Regeln, auch diese hier, nicht 1:1 umsetzen, sondern Varationen nach persönlichem Geschmack und Bedürfnis einbauen, sofern damit nicht die Sicherheit anderer beinträchtigt ist.
  • Je grösser das Flugmodell, desto ruhiger liegt es in der Luft. Somit ist es auch besser beherrschbar.
  • Ein Simulator kann ebenso zum Erfolg beitragen wie ein erfahrener Modellpilot, der einem auf dem Flugfeld unterstützt.
  • Das Modell nicht durch einen Fachhändler zusammenbauen und einstellen lassen. Die gewonnene Erfahrung, wenn man diesen Teil selber macht, ist die Grundlage für das Hobby. Die Zeit sollte man sich nehmen
  • Zuviele Funktionen und Hilfsmittel nehmen einem das Denken ab. Früher flogen diese Teile ohne Kreisel und andere Unterstützung schliesslich auch.
  • Keinesfalls Occassionen kaufen von anonymen Quellen. Lieber auf einem Modellflugplatz nach Angebote fragen
  • Modellhubschrauber sind gefährliche Waffen in Händen von Anfänger. Niemals in Wohngebieten üben. Die eigene Funkfrequenz kann benachbarte Flugvereine deren Mitglieder stören. Also stets absichern.
  • Geduld, Neugierde und ein bisschen Mut braucht es für das Hobby. Dann kommen die Erfolge von alleine
  • Neben dem Fliegen nimmt ein grosser Teil die Wartung der Gerätschaften ein. Diesen Punkt darf keinesfalls auch aus Sicherheitsicht, unterschätzt werden.
  • Schlüter, ein begnadeter Pioner des Modellhubschrauberzeitalters, schrieb in seinen zahlreichen Büchern, dass ein Anfänger nach etwa zwei Jahren perfekt Schweben kann. Also keine überambitionierte Ziele stecken, sondern die der kleinen Schritte verfolgen.

Samstag, Februar 03, 2007

Wieder mal windig - Aber der Dragonfly 52 meistert es

In Südsibirien war es enorm windig. Manchmal nerve ich mich darüber, dass unsere Piste auf der falschen Seite des Waldes steht. Entsprechend kalt war es und wenig geflogen wurde. Mein Raptor prügelte ich um den Rundkurs, die Seitenwinde liesen die Heckrotorsteuerung alt aussehen. Also erhöhte ich kurzzeitig die Drehzahl und damit war mein Heli steuerbar. Der Clou war allerdings mein neuer Walkera Dragonfly 52. Obwohl nur für Inhouse bestimmt, startete ich ihn auf dem Flugplatz bei Wind. Zu meinem eigenen Erstaunen lag er ruhig in der Luft. Die kurze Vorführung hinterliess Spuren, jetzt wollen sechs Clubmitglieder auch so ein Teil haben. Ist halt auch Frauenkompatibel: Kein grosse, schmutziges und lärmiges Teil.

Dienstag, Januar 30, 2007

Walkera Dragonfly 52 - So klein und schon in Behandlung

30cm an Länge, vollgepackt wie ein richtiger Modellheli. Einfach in Miniature. Gedachte Vorgehensweise war: Walkera Dragonfly 52 kaufen, aufsetzen, fliegen, Freude haben. Ende. Kam nicht so: Walkera Dragonfly 52 kaufen, versuchen aufzusetzen, fliegen ging schief. Paddelstange, Hauptrotorwelle und -blätter zerschlissen. Ersatzteile von RC-Thomas.ch besorgt, die sind dort ziemlich günstig, und die genannten Teile ersetzt mit dem Resultat, dass eine Unwucht es unmöglich macht zu fliegen. Rotorblätter demontiert, Paddel und -stange demontiert, laufenlassen. Geht. Paddelstange dran; geht. Paddel dran: Geht nicht. Fluchtig gemacht, geht. Rotorblätter montiert und die Unwucht ist wieder da. Da habe ich abgebrochen. Werde die Minirotorenblätter mal versuchen auszutarieren. Wenigstens ist die Haube einigermassen mit Airbrusch gelungen, obwohl ich sie mir anders vorgestellt hatte. Aber die Fläche ist schwer mit Farbe präzise zu bespritzen.

Samstag, Januar 20, 2007

Nach Heckservogestängeumbau auf dem Flugplatz

Sturmtief Kyrill verblasste langsam, ab auf den Flugplatz. Zuerst das Heckservo resp. den Gyro eingestellt weil ich auf diesen Tag das alte Robbe S3010 gegen das Futaba S9254 und die Anlenkstange ausgetauscht hatte. ATV verändert und dann gings ab. Der Kreisel ist erst so nach etwa einer halben Stunde auf Platz richtig 'warm', heisst idie Temperaturunterschiede vom Raum ins Freie lassen den Kreisel 'driften'. Ohne dies zu berücksichtigen schraubt man ständig an Heckrotoransteuerung. Die Hauptrotorblätter sehen ziemlich parallelaufend aus, ich muss das nochmals verifizieren. Weil der Heli auch beim beschleunigen kaum vibriert, gehe ich davon aus, dass das Grundsetup nicht schlecht ist. Gut in Laune nochmals Gegenschweben geübt: Von links eindrehend gegen rechts, von rechts eindrehend gegen links. Diese beiden Übungen haben mir letztmals Mühe bereitet, ich ging immer von links gegen rechts und dann, wenn der Heli mich anschaute, wieder links raus. Motiviert startete ich zum Rundflug. Vor der Kurve zog ich am Nick, was einen Steilflug zur Folge hatte, fing ihn 'quer' ab und drückte den Heli Ende der Kurve wieder auf die normale Flubahn runter. Das macht echt Spass wie Autorotation. Autorotation und Kreisflug versuche ich nächstes mal wieder. Insgesamt ein guter Trainings-(Vor-)mittag.

Donnerstag, Januar 18, 2007

Futaba S9254 Servo, Robbe G3D Gyro und die blöden Masse

Vor etwa einem halben Jahr habe ich die Hecksteuerung komplett umgebaut auf die Direktansteuerung. Dabei jedoch verbog ich die gelieferte Stange, damit ich mein Heckservo mittig unterhalb der Heckrohraufnahme platzieren konnte. Mit der Inbetriebnahme des Heading Hold fähigen Gyros gab's den Ratschlag, mindestens ein Digitalservo für die Hecksteuerung zu verwenden und nicht das S3001. Weil die Ansteuerungstange von Thundertiger (PV0345) verbogen war, kaufte ich mir Federstahl mit 2mm Querschnitt und ein Schneideisen, um mir das Gestänge billig selber zu bauen. Glücklicherweise entdeckte ich noch ein von der alten Servoansteuerung vorhandenes Gestänge, das von der Länge ideal passte. Beim Messen des Stangendurchmessers erstaunen: 2,24mm Durchmesser gemessen am Gewinde, die Stahlstange selber 2mm. Sollte das 1/12 Inch sein? M2 Gewinde geschnitten und voilà, Tundertiger Kugelgelenkaufnahme ist zu gross, also eins von Ikarus Eco 8 nehmen. Leider misst der Kugelkopf von Thundertiger auch seine 4,8mm, ist also zu gross. Mit der Kugelreibale von Graupner wird die Gelenkpfanne von Ikarus passend gemacht. Dann beim Händler PV0345 von Thundertiger bestellt. Stellt sich die Frage, wie sich die anderen mit dieser Problematik anstellen.

Dienstag, Januar 16, 2007

90 Minuten und die Anwendung der goldenen Regeln

Ich habe meine Goldenen Regeln, Punkt 'Sei sicher, dass alles hält' nicht berücksichtigt. Ich wunderte mich während dem Flug, wieso der Silikonauspuffschlauch zusammen mit dem Auspuffdämpfer so schüttelt und plötzlich ich über die Mittenstellung fahren muss, damit der Heli abhebt. Aha, die Rotoblätter sind nicht gleichauf, nachjustiert. Dämpfer und Schlauch vibrieren immer noch. Und ich muss immer noch zuviel Gas geben, bis das Ding abhebt. Es muss also an der Auspuffbefestigung liegen, was es dann auch war. Es kann sein, dass die Unwucht verursacht durch die Rotorblätter die Vibrationen ausgelöst hat. Der Heli schwebt nun bedeutend ruhiger in der Luft. Schön. Ansonsten Gegenschweben. Bislang drehte ich gegen den Uhrverlauf ein und mit dem Uhrverlauf aus (von oben auf den Heli gesehen), ich versuchte nun alles gegen den Uhrverlauf zu machen. Ging so. Aber alles umgekehrt, im Uhrzeigersinn unmöglich. Da blockiere ich mental. Die Rundflüge in der Luft um etwa fünf Meter angehoben, jetzt fliege ich um die 13 Meter über Erde. Keine Chance wenn das Ding steht zu orten, wie seine Fluglage ist. Helfen nur zwei Dinge: Bewusst einen Achse bewegen oder Goldene Regel anwenden: Pitch und Gas erhöhen und schauen, wohin das Ding fliegt. Zwischendurch im Heading Hold Modus geflogen, das Flugbild war bei Rundflügen schrecklich. Langsam gefällt mir dieser Modus zusehends.

Samstag, Januar 06, 2007

Heading Hold mit Robbe 3D Kreisel, Mikrohubschrauber bestellt

Diese Woche hatte ich viel zu tun. Der GY401 und das S9254 Servo musste im T-Rex 600 eingebaut werden. Das erste mal, wo ich mit einem Heading-Hold fähigem Kreisel zu tun hatte. Beeindruckt hat mich aber das schnelle Servo. Weil ich mit dem T-Rex Setup nicht die ersten Erfahrungen im Bereich Heading-Hold fliegen sammeln wollte, montierte ich ein von einem Kollegen mir geschenkten Robbe 3D Kreisel, der auch Heading-Hold kann. Schätze es war der Vorgänger des heutigen G400. Schon das Setup war ungewöhnlich, aber nachvollziehbar. Ich war gespannt, wie sich dieser Modus fliegen lässt. Nach den ersten negativen Erfahrungen mit Kleinhelikoptern (Ikarus Eco 8, Spiwa o.ä. 2-Kanal Heli) schaute ich nach einem Kleinstheli, den ich auch in der Wohnung fliegen kann. Ein Koaxialheli wie der trendige Silverit mag ich nicht, ich will was mit vier Kanälen. Bei Walkera wurde ich fündig resp. dessen Chinesische Vertretung. Ist nur dreissig Zentimeter an Länge, weist aber richtige Servos (jaaa), einen Gyro und Li-Po Batterien aus. Kommt sogar mit einer 35MHz Fernsteuerung. Bin wirklich gespannt. Ein Clubkollege von mir wird sich vielleicht auch so einer zulegen, wenn er sieht, dass ich damit zurechtkomme. Auf dem Flugplatz war es heute ziemlich windstill. Langweilig, jedoch Ideal um das Setup mit dem HH-Gyro Robbe 3D fertigzustellen. Zuerst betrieb ich den Raptor im normalen Kreiselmodus. Natürlich plus drei Meter Höhe mehr als das letzte Mal. Jetzt ist die Flughöhe ideal für weitere Figuren. Danach schaltete ich in den Heading-Hold (HH) Modus um. Das Gehirn muss sich arg umgewöhnen. Die ersten zaghaften Rundflüge gestalteten sich als Eckflüge. Wie alle sagen; vergisst man aktiv das Heck zu steuern, kriegt man das Teil nicht aus der Kurve. Und selbst dann muss man das Heck so präzisse anstellen, dass der Heli in einer Linie fliegt. Denke hier ist die Schrittauflösung des Servos entscheidend. Erstaunlicherweise aber funktionierte das schräge Rückwärtsfliegen mit dem Robbe S3001 Heckservo einwandfrei. Kein Ruckeln oder zuckeln. Stoische Ruhe. Vielleicht ändert sich dass wenn mehr der Wind bläst? Abschliessend war es wieder eine enorm lehrreiche Woche.

Dienstag, Januar 02, 2007

Gyro mit Heading Hold Modus im Raptor eingebaut und erste Simulationen

Wau! Endlich baute ich den Robbe 3D Gyro im Raptor ein, der Heading Hold Modus unterstützt. Ich zögerte lange, sowas einzubauen, weil ich der Funktion eines Headinghold Kreisels nicht vertraut war. Im Internet kursieren diverse Erklärungen dazu, allerdings finde ich diese am besten. Unter Zugabe der offiziellen Anleitung für den Futaba GY401 wagte ich es nun am Simulator diese Einstellung zu aktivieren. Es ist schon komisch, wenn sich das Heck partout nicht aus der eingeschlagenen Position ohne Gegenbewegung am Heckknüppel wegrangieren lässt. Plötzlich sind Dinge einfacher möglich, beispielsweise der Quer- oder Rückwärtsflüge. Obwohl, ich vermisse die kleinen Korrekturen am Heck beim normalen Kreisel in solchen Situationen. Bin aber überzeugt, dass gerade im 3D-Bereich diese Funktionalität eine enorme Erleichterung darstellt. Nicht nur das, ich denke jeder Anfänger kriegt Schweissausbrüche beim ersten Rundflug im Heading Hold Modus wenn er das Heck aktiv mitsteuern muss. Bin gespannt wie es mir auf dem Flugplatz ergeht.

Sonntag, Dezember 31, 2006

Fantastisches Wetter, fantastische Abstürze

Auf heute modifizierte ich nochmals das Gas um möglichst beim Schwebeflug bei ungfähr 1600 Umdrehungen am Rotorkopf zu haben. Am letzten Samstag waren 1450 gemesen worden, für mich ein bisschen zu wenig. Heute waren es 1680. Mist. Aber ich kann es noch auf 1600 korrigeren. Daneben stellte ich für die Autorotation den Heckrotoroffset so ein, dass die Blätter senkrecht im Wind stehen. Mir ist nämlich beim Autorotationsfliegen aufgefallen wie sich das Heck immer wieder aus der Flugachse verschob, obwohl aufgrund des Drehmomentes dies nicht mehr sein sollte. Einzige Erklärung: Die letzten paar Umdrehungen am Heckrotor in der Autorotationsphase lassen das Heck in diese Richtung drehen, wo die angestellten Rotorblätter hinzeigen. Anderes Thema: Der Heli-Boom greift um sich. Jeder hat einen. Mindestens. Wenn nicht sogar zwei oder drei. Ich habe zwei. Gestern, am Samstag, den zweitletzten Tag im Jahre des Herrn 2006 war ideales Flugwetter. Über Null Grad, fast keinen Wind. Da nutzt man doch die Chance auf das man endlich seinen Heli der Gemeinschaft zeigen kann. Der erste Versuch mit einem Koaxialheli Marke Graupner. Leider verheilte die letzte Reparatur am Steuergestänge nicht so gut wie erwartet und es brach erneut, worauf sich der Heli in Seitenlage hinlegte. Ja, es war die Zeit der Abstürze. Kandidat Nummer zwei war ein Heli im Jugendlichen Alter von .30 Jahren. Es schien ein normaler Arbeitstag für den Heli zu werden. Vielleicht verspürte man (der Heli) auch falsche Frühlingsgefühle? Man weiss es nicht, jedenfalls verlor er die Kontrolle über sich. Wild herumschlagend näherte er sich den staunenden (Heli-)kollegen am Boden, die frisch betankt auf ihren Flyslot warteten. Der junge Heisssporn zahlte bitterlich für seine Unerfahrenheit. Eine eilig auf die Telefonnummer 144 herbeigerufene Sanität konnte trotz Defilatoreinsatz nur noch den Tod feststellen. Nun waren die Flächenflieger angespornt, ihrerseits das Beste zu geben. Leider waren auch nicht alle vom Glück vergönnt. Unser "Little Joe" hämmerte seinen Segelmotorflieger genauso in den Boden wie ein anderer Flugkamerad seinen Dreiecksflieger. Dabei waren die roten Rückleuchten im rotierenden Antriebsprobeller so schön anzusehen. Ja, echte Kerle kommen auf dem Platz mit der Absicht, mit weniger Material diesen abends verlassen zu können. Der krönende Abschluss machte unser 'neuer' Fremder, dem das Landegestell bei der Landung des Fliegers wegflog und eine Bauchlandung erzwang. Ja, es war ein schöner Nachmittag.

Mittwoch, Dezember 20, 2006

Fertige Bemalung und auf dem Flugfeld

Der neue Anzug für den Raptor ist fertig. Von der Fertigung her hätte ich es sorgfältiger ausführen sollen, kämpfte ich doch mit Kleberesten und Sprühnebel. Die dabei gewonnene Erfahrung ist für mich wertvoll. Denke bin da einen Schritt weitergekommen. Die Kabinenhaube würde ich im Nachhinein noch mehr schleifen, um den rauhen, aber doch nicht gut haftenden Grundbelag abzutragen. Auf dem Flugfeld heute war es
  • Bitter kalt
  • Unheimlich windig
Reichte gerade so für Gasabstimmung, ein paar Rundflüge und Kreisdrehen Jetzt sollte der Hauptrotor seine 1600 Umdrehung haben und nicht mehr deren 1900. Und da frage ich mich, wieso mein Motor
  • so warm wurde
  • Standgasprobleme hatte

Mittwoch, Dezember 13, 2006

Schönes Wetter. Es funzt

Mein Gott, vierzehn Tage nicht geflogen. Da schnappe ich mir den Heli wenn sich die Gelegenheit bietet. Also ab auf den Flugplatz und loslegen. Die Einstellungen auf der MC-22 sind tauglich. Ich habe auf dem Gaskanal noch in der Gebereinstellungen ein Potentiometer reingehängt. Mit dem kann ich wie bei der MC-12 die Gasvorwahl über den gesamten Bereich um plus/minus 10% anpassen. Vorteilhaft wenn man kurz mehr oder weniger Gas braucht und nicht im Menü an den Kurven rumschrauben will. Auf dem Platz flog ich einige grosse und kleine Rundflüge um danach Kreise zu fliegen. Ein gegen den Uhrzeigersinn geflogener Kreis klappte nie, die innere Blockade war grösser. Also versuchte ich es umgekehrt und da ging's. Interessant. Ich fliege ungern von rechts nach links, aber solche Kreise gelingen mir. Auf dem Simulator funktionierte es umgekehrt besser. Komme nicht dahinter und es ist mir auch egal. Abschliessende landete ich erstmals in Autorotationsflug. Der Heli hopste einmal, aber er kippte nicht um. Denke nicht schlecht für das erste mal live. Simulationen am PC haben mir ein bisschen das Gefühl gegeben plus natürlich die bereits vor Wochen ersten Trockenübungen. Kurzum, es waren gut investierte 45 Minuten. Als nächstes wird die neue Lackierung der Haube fertiggestellt und dann erkenne ich den Heli auch im Schnee, falls der jemals kommt...

Sonntag, November 26, 2006

Wochenrückblick

Align T-Rex 600 ist angekommen von Taiwan. Ein Schnäppchen. Meine Befürchtungen, dass die Bedienungsanleitung nicht in Englisch ist, bewahrheitete sich nicht. Der mitbestellte Li-PO 6S2P liefert bei 4600 satte 20C. Jetzt suche ich noch einen geeigneten Kreisel und Empfänger. Beim Empfänge tendiere ich auf einen PCM, konnte im letzten Moment einen Fehlkauf verhindern: Graupner und Futaba Sender / Empfänger kommunizieren nur mit PPM. So muss ich einen 'Ersatz' für den im Raptor 30 eingesetzten Futaba 148-DF bei Graupner suchen. Mit Superhet habe ich keinerlei (Empfangs-)probleme gehabt. Kreisel? Keine Ahnung, entweder G-400 oder GY-401. Standard halt. Auf dem Flugplatz schaffte ich nur einen Kreis zu ziehen, Kreis war zu eng geflogen und ich fühle mich noch nicht so wohl, wenn der Heli auf mich zukommt. Gegenschweben okay, aber fliegen, naja. Autorotation klappte auch nicht weil ich den Heckrotor nochmals nach meinem ersten Crash nachjustieren musste, damit der Heli nicht selbständig nach rechts driftete. Somit blieb mir nur noch die Inbetriebnahme der Graupner MC-22, dafür klappte die sagenhaft gut. Das Gefühl für den Heli ist besser als bei der MC-12-er. Ich überlege mir, das Set aus MC-12 und Raptor 30 im Frühjahr für sFr. 700.- abzugeben und dafür einen Raptor 50 SE oder Titan zu kaufen. Dagegen spricht, dass ich mit dem Raptor so durchaus noch eine Saison fliegen kann und wahrscheinlich noch mehr Crashes erleben darf, die einem neuen Heli nicht förderlich wären.

Sonntag, November 19, 2006

Raptor 30 fliegt wieder

Samstagmittag auf dem Flugfeld. Der Heli hatte ich am Freitag bei mir Zuhause für den Schwebeflug justiert, nicht ohne dass ich das Steuergestänge für die Hauptrotorenblätter anpassen musste. Blattgewichte und -schwerpunkte waren bei beiden Holzrotorenblättern fast identisch. Samstagmittag auf dem Flugfeld nochmals den Heckrotor nachjustiert und das war's dann. Raptor flog ruhiger als vor dem Absturz. Ich hatte ja nie seit der Erstinbetriebnahme die Anstellwinkel der Rotorblätter kontrolliert. Muss ich mir merken. Zu mehr als ein paar Rundflügen und Pylonenaufnehmen hat es nicht gereicht. Die Inbetriebnahme der MC-22 wird verschoben, die Gaskurve ist bei Gaslow schon mit einem zu hohen Offset eingestellt, dass der Heli schon bei Mittelstellung des Gaslimiters fast abhebt. Andererseits muss die Gasvorwahl der MC-12 über eine der vier möglichen (Flug-)Phasen abgedeckt werden. Bei der MC-12 konnte ich den Pitch auch variable um +/- 25% ändern, was besonders bei kniffligen Geschicklichkeitsparcours genial war. Die Bedienungsanleitung mal durchblättern und schauen, ob mit einem Geber(Potentiometer) auf den Pitchkanal dies auch realisierbar wäre.

Samstag, November 04, 2006

Vierzehn Monate hats gedauert. Raptor abgestürzt

Es war ein kalter Herbstnachmittag. Ich packte neben meinem Heli noch die Trainingsringe und ein kleines Plastiktischen für meine Übungen ein. Zuerst einmal flog ich aber ein paar Rundflüge inklusive Gegenschweben zum meine neuen Pitchausschläge (-4 bis +12 Grad) auszuprobieren. Das ging wirklich besser als ich angenommen hatte. Endlich war ein richtiger Sinkflug möglich. Kurz vor dem Eindämmern präparierte ich die Ringe zum aufnehmen und das Tischchen. Währenddem mein Kollege mit seinem Vario bereits auf dem Tischchen parkierte, nahm ich mit den Kufen ein Ring nach dem anderen aus der Halterung. Danach war ich mit dem Tischchen dran. Ein paar mal war ich kurz vor dem aufsetzen. Ich wusste genau, dass ich nicht zu tief nach dem Überflug sein darf, die Länge meines Heckrohrs war genauso lang wie die Tischlänge. Wenn ich also tappste, konnte der Heckrotor beschädigt werden. Das wusste ich schon von den vorherigen Übungen mit dem Tisch, wo alles gutging. Nicht dieses Mal. Plötzlich knallten die Heckrotorblätter auf die Tischplatte und der Heli wirbelte um seine Achse Richtung Wald. Verflucht nochmal, ich erwischte nicht mal den Autorotationsschalter, bevor der Heli vom Wald aufgefangen wurde. War echt sauer auf mich. Zuhause Sichtung des ganzen. Ein Blick auf den Hubschrauber offenbarter defekte Hauptrotorblätter und Stabilisatorstange. Ob und wieweit davon auch die Hauptrotorwelle betroffen ist, wird sich zeigen, wenn ich diese ebenfalls ausgewechselt habe. Das ist ein gutes Stück Arbeit. Weiter mit der Analyse. Das Heckrohr wurde vom Aufprall auch arg in Mitleidenschaft gezogen und muss ebenso wie ein Teil der Heckrotorsteuerung ersetzt werden. Die Heckrotorwelle wird bei dieser Gelegenheit auch einer genauen Analyse unterzogen und bei Bedarf ausgewechselt. Jetzt kam die Elektronik dran und siehe da, das Servohorn für den Pitch war gebrochen. Das brachte mich zum Nachdenken über das, was wirklich passiert ist. Es könnte tatsächlich sein, dass dieses Servohorn die Ursache des ganzen war. Das Servohorn hatte ich noch für den erweiterten Pitchbereich modifiziert, indem ich das äusserte Einhängeloch aufbohrte. Gebrochen war es allerdings beim alten Befestigungsloch. Somit hätte auch der Autorotationsschalter wohl kaum mehr geholfen, weil ohne Bitch der Helikopter noch schwerer steuerbar ist. Übrigens wechselte ich schon mal dieses Servohorn aus weil ein Riss unmittelbar beim Bohrloch von mir entdeckt wurde. Was nun? Das ganze verdauen und reparieren. Vielleicht werde ich bei dieser Gelegenheit noch den Motorenlüfter ersetzen und ein Futaba S3152-er als Heckrotorsteuerung einsetzen. Und, ja, wenn es noch reicht, die neue Verschalung. Mein vor sechs Monaten bestelltes Crashkit wird nun gebraucht.

Donnerstag, November 02, 2006

Modifikationen am Heli

Wollte in den letzten paar Flugstunden die Autorotation besser einüben, es gelang mir nie richtig gut. Das Problem ist der negative Pitchwinkel, der mein Heli nicht aufweist. Der Pitch ist von 0 - 12 Grad eingestellt. Für die Autorotation, so erfuhr ich, muss ein negativer Pitch vorhanden sein, um mit einer schnellen Sinkgeschwindigkeit genügend Energie in die Rotorblätter zu bekommen, um mit dieser den Heli kurz vor dem Aufsetzen abzufangen. Deshalb habe ich den Raptor 30 so modifiziert, dass -4 - +12 möglich ist. Dazu musste ich neben den von ThunderTiger beschriebenen Schritte das Kugelgelenk am Servohorn weiter aussen befestigen müssen. Nun ist dieses Gelenk etwa 15 cm vom Drehmittelpunkt entfernt. Die andere, nicht so erfolgreiche Modifikation betrifft das Airbrushen des Gehäuses. Heckflosse und Querflossen plus Heckrotorblätter waren gut zu bekleben, aber die Kabinenhaube ist mühsam. Der Untergrund ist zu rauh, sodass die Collagen nicht genügend kleben und so gerät die Sprühfarbe beim Karomuster unter die Ränder. Abhilfe wäre entweder das Gehäuse mit Schleifpapier glatter zu gestalten, was aber nicht ohne Neuanfang jetzt möglic ist oder mit auftragbarem Kleber, der sich leicht wieder entfernen lässt, das Karo zu pinseln. Denke das ist was, was Erfolg verspricht. Für den T-Rex suche ich immer noch nach geeigneten Komponenten. Stand heute würde ich Futaba S3152 und G-400 Kreisel verwenden. Glaube dass S92XX-er und GY-401 Kreisel zu grob für meine Fähigkeiten sind. Andererseits bekommt man ein Futaba S9254 und ein GY-401 für knappe 199 Dollar bei Cyberheli, wobei anscheinend bei einem Garantiefall die europäische Futaba Niederlassung diese nicht gewährt. Habe noch Zeit, mir abschliessende Gedanken hierzu zu machen bis der Frühling da ist.

Dienstag, Oktober 10, 2006

Neuer Modellheli Typ Align T-Rex 600

Ein Schnäppchen für sFr. 480.- auf Ebay inklusive Regler, BEC und Motor ersteigert. Ein schönes Winterprojekt für mich. Bin gespannt nach meinen Episoden mit dem Ikarus Eco 8, ob es besser klappt als damals.

Donnerstag, Oktober 05, 2006

Neuer Dämpfer, neue Heckrotorabstimmung, Zeit für Autorotation

*Jubel*, endlich ist der neue Dämpfer für meinen Hubi angekommen. Habe ihn schon am Dienstag ausprobiert. Es handelt sich um den PV0102 von Thundertiger, ein 'Performance Exhaust'. Ist mir alles egal, hauptsache das Ding ist nicht so vibrationsempfindlich wie der Originalauspuff, wobei ich unterdessen eher glaube, dass sich dieser wegen der Wärme verformt. Erstaunt war ich vom Gewicht. Dürfte knapp hundert Gramm wiegen. Sieht dem Hatori 337 verblüffend ähnlich. Zusammen mit der Montage habe ich meine Teil- und Vollastnadeln neu eingestellt. Ich fliege deutlich fetter als mit dem Originalauspuff, der Grund ist mir noch nicht offensichtlich. Leistung ist mehr vorhanden.
Gestern las ich zum x-ten Mal die Anleitung für den Robbe Gyro G-300 durch und stellte das ATV für den Heckrotor bei nur 30% Gyrowirkung so ein, dass Vollausschlag nicht schon in der Mitte des Steuerknüppelweges (wie bis anhin) ist, sondern eben am mechanischen Anschlag. War heute ein Umgewöhnen, den Hebel so fest zu bewegen, dafür kann ich nun deutlich genauer und präziser das Heck steuern. Bei 70% Gyrowirkung funktioniert es ebenso. Angespornt probierte ich erstmals Autorotation aus. Seitdem ich gesehen habe, wie die Jungs bei den F3C Wettbewerben selbst kleine 30-er Helis in den Himmel scheuchen, ist bei mir der 'Knopf' geplatzt. Hoch und weit muss der Heli fliegen.Dann habe ich tatsächlich dreimal die Autorotation eingeschaltet. Einfach *GEIL* so zu landen, auch wenn es noch nicht richtig geklappt hat. Beim ersten Mal riss der Luftstrom zu früh ab, beim zweiten Mal ebenfalls. Der dritte Anlauf war erfolgsversprechender, jedoch wäre ich mitten im Acker gelandet und einen Meter ab Boden erzeugten die Hauptrotorblätter nicht mehr genügend Auftrieb. Das vierte Mal setzte der Heli ziemlich unsanft auf, ich gab sofort Gas weil ich befürchtete, dass er sich seitwärts neigen würde. Genug, war wieder einen Schritt weiter gekommen. Trotzdem, eben, *GEIL*. Bin richtig süchtig!